Weil sie Pokémon Go spielen wollten: Polizisten ignorieren Hilferuf von Kollegen – Der gigantische Hype des Augmented-Reality-Spiels „Pokémon Go“ liegt nun schon bereits einige Zeit zurück. Ein besonders kurioser Fall, der damit im Zusammenhang steht, kam aber erst kürzlich an die Öffentlichkeit. Zwei Polizeibeamte aus Los Angeles sollen den Hilferuf eines Kollegen ignoriert haben, um statt Verbrecher lieber virtuelle Taschenmonster zu jagen.

Die beiden Polizisten wurden daraufhin gefeuert und haben nun, also gut fünf Jahre später, eine Klage dagegen eingereicht.

Der Vorfall begab sich 2017, als ein Captain des LAPD Zeuge eines mutmaßlichen Raubüberfalles im Einkaufszentrum Macy's wurde, und dem Polizeicode entsprechend „211 im Gange“ funkte.

Die besagten zwei Polizisten waren in der Gegend und empfingen den Funkspruch.

Aus den aktuellen Gerichtsdokumenten geht hervor, dass die beiden das Hilfegesuch jedoch vorsätzlich ignorierten. Einer der Beamten sagte sogar wörtlich „Scheiß drauf“ – alles dokumentiert von einer Streifenwagen-Kamera.

Den Aufnahmen ist weiterhin zu entnehmen, wie sie dann darüber sprachen, dass ein „Snorlax“ aufgetaucht und wie dieses wohl am besten zu fangen sei. Anschließend verließen sie mit dem Streifenwagen die Gegend und fuhren umher, offenbar um an verschiedenen Orten Pokémon zu jagen.

Diese Aktion sollte sie schließlich ihren Job kosten.

Jahre später versuchten sie, vor Gericht gegen die Kündigung anzugehen, und zwar mit der Begründung, dass Aufnahmen in einem Fahrzeug nicht zur Überwachung von Privatgesprächen verwendet werden dürfen.

Der Richter wollte dies jedoch nicht gelten lassen und wies die Berufung zurück.

Quellen: focus.de , courts.ca.gov