Wegen Rassismus-Beschuldigungen: Europa-Park Rust ändert Fahrgeschäft – Der Europa-Park Rust steht aufgrund einer Attraktion nun in der Kritik. Schon vor längerer Zeit war eine Seminararbeit über eine der ältesten Attraktionen Namens „Dschungel-Floßfahrt“ verfasst und erste Haltung lautgeworden. So fühlen sich manche Parkbesucher von dem Fahrgeschäft an die Kolonialzeit erinnert. Der Park hat umgehend reagiert.

Engelbert Gabriel, Sprecher der Europapark-Rust-Geschäftsleitung, erläuterte in der „Stuttgarter Zeitung“: „Manche Szenen der ‚Dschungel-Floßfahrt’, die zu den ältesten Attraktionen des Europa-Park zählt, können nach heutigen Maßstäben fehlgedeutet werden.“ Bereits 2019 hatten zwei Studenten aus Freiburg eine Seminararbeit verfasst, in der die „Dschungel-Floßfahrt“ aufgearbeitet wurde.

Stein des Anstoßes:

Figurendarstellungen in dem Fahrgeschäft zeigen weiße Menschen in Safari-Kluft – Menschen mit dunkler Hautfarbe werden hingegen in traditioneller Kleidung dargestellt. Eine an dieser Seminararbeit beteiligte Studentin kommentierte: „Eine Zeit wie der Kolonialismus hat in einem Freizeitpark nichts zu suchen.“ Für Kritiker stellt das Fahrgeschäft eine Romantisierung der Kolonialgeschichte dar.

Die Attraktion „Dschungel-Floßfahrt“ selbst ist rund 42 Jahre alt, wurde 1979 kurz nach der Eröffnung des Europa-Parks Rust auf einem See in der Parkmitte eröffnet. Schon 2020 wurden Stimmen mancher Besucher laut, den Kontext der „Dschungel-Floßfahrt“ zeitgemäßer zu gestalten. Der Park reagierte prompt auf diese Vorwürfe, man hatte demnach ohnehin vor, die Attraktion neu zu gestalten.

Nun soll die thematische Darstellung vollständig geändert werden.

Parksprecher Engelbert Gabriel dazu: „Wir haben dieses Feedback zum Anlass genommen, die bereits geplante Neugestaltung der Attraktion zu beschleunigen und bereits zur aktuellen Sommersaison einzelne Figuren zu entfernen.“ Gabriel betonte zudem: „Jede Form des Rassismus und der Diskriminierung lehnt der Europa-Park mit Nachdruck ab.

Quelle: focus.de