Wegen gestiegener Kosten: Film- und TV-Produzenten wollen höheren Rundfunkbeitrag – Keine Branche bleibt hierzulande dieser Tage von steigenden Energiekosten verschont. So natürlich auch nicht die Film- und Fernsehproduktionsfirmen, die deshalb nun eine Erhöhung des Rundfunkbeitrages fordern.

Wie die „FAZ“ unter Berufung auf Kreise der Produzentenallianz berichtet, sei diese mit der Hoffnung auf einen entsprechenden Sonderbericht an den Vorsitzenden der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), Martin Detzel, herangetreten.

Dabei war der Rundfunkbeitrag erst im vergangenen Jahr unter großem Protest von 17,50 Euro auf 18,36 Euro gestiegen, woraufhin die KEF verkündet hatte, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk damit selbst mit Blick auf die Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie bis 2024 ausreichend finanziert sei.

900 Film- und Fernsehproduktionsfirmen ist das aber offenbar nicht genug.

Nach Aussagen des Hauptgeschäftsführers der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen, Björn Böhning, warnen sie vor ungeplanten Kosten, so zum Beispiel mit Blick auf steigende Energie- und Treibstoffpreise, Ausgaben für ressourcenschonendes Drehen sowie höhere Gagen durch zunehmenden Fachkräftemangel.

Dass dem Wunsch nach einen – wenn auch nur zeitweilig – erhöhten Rundfunkbeitrag nachgekommen wird, ist allerdings fraglich. Immerhin ist es den Bundesländern vorbehalten, einen KEF-Sonderbericht in Auftrag zu geben.

Abgesehen davon ist der Rundfunkbeitrag in verfassungsrechtlicher Hinsicht ausschließlich für die bedarfsgerechte Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender vorgesehen und, wie die „FAZ“ betont, keine Wirtschaftsförderung.

Detzel hatte zudem bereits im April im Gespräch mit der Zeitung klargestellt, dass das KEF-Verfahren „keine Wünsch-dir-was-Veranstaltung“ darstelle.

Quelle: focus.de