Wegen eines Streits: Tramfahrer rammt mit Straßenbahn Taxi – In Berlin-Mitte kam es kürzlich zu einem folgenschweren Streit zwischen dem Fahrer einer Straßenbahn und dem Fahrer eines Taxis. Die zunächst verbal geführte Auseinandersetzung erhitzte die Gemüter offenbar so sehr, dass der Tramführer das Auto schließlich mit voller Absicht in eine Haltestelle rammte.

Zu dem Streit kam es gegen 21 Uhr auf dem Berliner Alexanderplatz.

Den Angaben zufolge hatte der 33-jährige Taxifahrer zunächst seinen Wagen (zu) nahe der Gleise gestoppt, um Fahrgäste aussteigen zu lassen, und der Tram damit die Weiterfahrt zur Rathausstraße versperrt.

Der 57-jährige Straßenbahnführer soll daraufhin ausgestiegen sein und eine unflätige Schimpftirade in Richtung des Taxifahrers vom Stapel gelassen haben, die zum Streit führte.

Als der Taxifahrer dann wieder in sein Auto einstieg, um zu wenden, schien es, als habe sich die Situation aufgelöst. Tatsächlich aber setzte der Tramfahrer sein Gefährt in Bewegung, um das Taxi zu rammen.

Die Bahn krachte gegen das Taxi und schleifte es mehrere Meter mit sich, drückte es schließlich in ein Absperrgitter und eine Info-Säule an der nahegelegenen Haltestelle.

Beide Fahrer wurden bei der Aktion leicht verletzt und mussten ins Krankenhaus.

Nach Angaben der „Bild“ sollen sich zum Zeitpunkt der Tat Fahrgäste an Bord der Bahn befunden haben, die glücklicherweise jedoch unverletzt blieben.

Die Polizei ermittelt nun gegen den Fahrer der Straßenbahn wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr und hat die Tram dazu auf einem Gelände der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sicherstellen lassen. Zusätzlich sollen Videoaufnahmen des Vorfalles ausgewertet werden.

Quellen: bild.de , tag24.de