Ein Führerschein fungiert ja bekanntlich bloß als Genehmigung, ein Fahrzeug im Straßenverkehr zu führen, und nicht als Zeugnis, dass man dazu auch in der Lage ist. Sein Auto von A nach B zu bewegen ist grundsätzlich natürlich keine große Kunst. Bei der Nummer mit den Verkehrsregeln tut sich jedoch so mancher schwer. Von daher nehmen wir das folgende Video zum Anlass, die Sache mit dem Sicherheitsabstand noch einmal zu erklären.

Die gute alte Straßenverkehrsordnung sagt dazu in Paragraph 4 unter Punkt 1: „Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird. Wer vorausfährt, darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.“

Innerorts bedeutet dies, dass man eine Sekunde Abstand zum Vordermann halten muss, was bei 50 km/h 15 Meter oder drei Fahrzeuglängen entspricht. Außerhalb geschlossener Ortschaften und auf der Autobahn hingegen gilt die innerhalb von zwei Sekunden gefahrene Strecke als einzuhaltender Mindestabstand (Abstand gleich halber Tacho – bei 100 km/h also 50 Meter). Zur Orientierung dienen hierbei die Leitpfosten, wobei der einfache Leitpfosten-Abstand 50 Meter beträgt.

Im Falle eines Verstoßes drohen nicht nur Bußgelder und Punkte in Flensburg, man gefährdet natürlich auch die Sicherheit im Straßenverkehr. Diese Tatsache hält Drängler erfahrungsgemäß aber leider nicht ab, unnötig dicht aufzufahren, wenn ihnen das Fahrverhalten des Vordermannes mal wieder nicht in den Kram passt. Letzterer sollte sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und vor allem nicht zu seinerseits riskanten Manövern verleiten lassen. Siehe StVO.

Ansonsten kann das Ganze so enden wie im folgenden Video, in dem eine unnötige Aktion auf die andere folgt und am Ende alle bestraft werden.