Vulkanausbruch Tonga-Hunga: Heftigste Explosion auf der Erde seit 140 Jahren – Am 14. Januar dieses Jahres sorgte der Unterwasservulkan Hunga Tonga-Hunga Haʻapai in der Nähe des Inselstaates Tonga weltweit für Aufsehen. Denn dessen Eruption war gigantisch, spuckte er dabei doch eine Aschewolke ganze 18,6 km empor, die nach Messungen sogar eine Höhe von 30 km erreicht hatte und somit bis in die Stratosphäre reichte.

Wissenschaftler waren sich danach einig, dass eine solch gewaltige Eruption an Land apokalyptische Folgen gehabt hätte. Dass der Ausbruch des Hunga Tonga-Hunga Haʻapai gewaltige Ausmaße besaß, war den Experten klar. Aber wie krass es wirklich war, veröffentlichte man nun im Wissenschaftsmagazin „Science“.

Die heftigste Explosion auf der Erde seit 1883

Dort präsentierte man eine detaillierte Analyse der Messdaten, zusammengetragen von mehr als 3000 Sensoren und Instrumenten weltweit. Und das Ergebnis ist ebenso beeindruckend wie unheimlich: Die Daten belegen, dass die Eruption die heftigste Explosion auf der Erde seit 1883 war, also seit 140 Jahren.

Die Analyse fokussierte sich dabei vor allem auf sogenannte Lamb-Wellen. Diese den Schallwellen ähnelnden Frequenzen werden nur bei massivsten Explosionen in der Atmosphäre nachmessbar. Laut dem Bericht waren zuvor nur sehr wenige hochwertige Aufzeichnungen davon gemacht worden.

Ausbruch erzeugte verschiedenste atmosphärische Wellen

Das änderte sich schlagartig mit dem Ausbruch des Hunga Tonga-Hunga Haʻapai, bei dem man eben jene Lamb-Wellen in der Atmosphäre feststellte, die sogar mehrfach die Erde umkreisten. Das unterstreicht, wie gewaltig die Explosion des Unterwasservulkans wirklich war.

Studienleiter Robin Matoza von der Universität Kalifornien bezeichnete die Fülle an Datensätzen als „bemerkenswert“. So seien beim Ausbruch die verschiedensten atmosphärischen Wellen generiert worden, sogar einige, die noch 10.000 Kilometer entfernt zu hören waren.

Quelle: heise.de