Vorwurf des sexuellen Missbrauchs an Kindern: Zwei Männer sterben innerhalb weniger Tage in Haft – Die Staatsanwaltschaft ermittelt aktuell wegen zwei Todesfällen, die sich innerhalb von wenigen Tagen in der JVA Dresden ereignet haben. Zwei Männer, die beide wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs von Kindern einsaßen, haben sich offenbar selber das Leben genommen. Eine akute Suizidgefahr bestand jedoch nicht.

Laut einem Bericht der „Bild“ war der Prozess gegen einen der Männer für diesen Mittwoch am Landgericht in Dresden anberaumt gewesen.

Dem 48-Jährigen, der sich bereits seit dem 22. September 2020 in Untersuchungshaft befand, wird vorgeworfen, die 12-jährige Tochter seiner Lebensgefährtin in 18 Fällen vergewaltigt und die Taten gefilmt zu haben. Der Mann war in Haft psychologisch betreut worden, nahm sich jedoch mit Tabletten das Leben.

Erst drei Tage vorher hatte ein anderer Mann Selbstmord begangen:

Der 51-Jährige saß zunächst eine 20-tägige Ersatzfreiheitsstrafe wegen Nötigung ab, bis er dann schließlich in Untersuchungshaft verlegt wurde, nachdem auch gegen ihn Vorwürfe wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern aufgekommen waren. Angeblich hatte sich der Russe in der Asylbewerbereinrichtung in Chemnitz an zwei 12 und 10 Jahre alten Kindern vergangen.

Doch auch in diesem Fall konnten die Ermittlungen nicht abgeschlossen werden, da der Mann sich zuvor strangulierte. 

Gegenüber der „Bild“ erklärte JVA-Chefin Rebecca Stange: „Mit beiden Gefangenen bestand nach aktueller psychologischer und ärztlicher Einschätzung zu diesem Zeitpunkt keine akute Suizidgefahr, die Gefangenen waren jeweils einzeln untergebracht.“

„Hinsichtlich der genauen Umstände der Suizide“ sollen die Leichen der beiden Männer nun im Zuge eines sogenannten „Todesermittlungsverfahrens“ obduziert werden.

Quelle: news.de