Vorschlag sorgt für Diskussionen: Bald auch Emojis von schwangeren Männern? – Wer sich schon immer mal gefragt hat, wo neue Emojis eigentlich herkommen, sollte mal einen Blick auf die englischsprachige Plattform „Emojipedia“ werfen. Dort schlägt man nämlich alljährlich neue Emojis vor, die im Idealfall dann global genutzt werden. Ein ganz spezieller Entwurf sorgt aktuell jedoch für hitzige Diskussionen.

Das neue Emoji zeigt einen schwangeren Mann

Das Emoji „Schwangerer Mann“ zeigt eine Figur mit Bart und Oberweite, deren Hand auf dem Baby-Bauch ruht. Daneben gibt es noch das Emoji „Schwangere Person“, die ohne Bart und mit anderer Frisur daherkommt.

Die Plattform erklärt die neue Figur damit, dass diese anerkennt, dass sowohl „einige Transgender-Männer“, als auch „nicht-binäre Personen“ schwanger werden können. Bei Ersteren handelt es sich um Menschen, die sich trotz angeborener weiblicher Geschlechtsmerkmale nicht als Männer identifizieren und entsprechend leben, Letzteres beschreibt Menschen, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen.

Als wahlberechtigtes Mitglied des „Unicode Consortium“, welches jedes Jahr über neue Standards in Sachen Smartphones und Computer entscheidet, reicht „Emojipedia“ regelmäßig Vorschläge ein.

Auch Giganten wie Apple, Facebook oder Google sitzen mit am Tisch, wenn im September 2021 erneut abgestimmt wird

Bis es so weit ist, wird auf Social Media allerdings bereits reichlich über die neuen Emojis debattiert. Auf Twitter spöttelt eine Userin beispielsweise: „Dieses Emoji für schwangere Männer wird fast ausschließlich von Kerlen verwendet, um anzudeuten, dass sie zu viel gegessen haben, oder immer dann, wenn sie kacken müssen.“

Viele sprechen sich aber auch für die Idee aus und argumentieren, dass ja niemand Emojis benutzen muss, mit denen er oder sie nicht einverstanden ist.

„Schwangerer Mann“ und „Schwangere Person“ dürften es jedoch eher schwer haben, sehen die Unicode-Kriterien doch vor, dass eine Figur für ein neues Emoji weltweit häufig verbreitet sein müsse.