Vom Opfer zum Schuldigen: Berauschter Mann fährt zur Polizei, um Anzeige zu erstatten – Es ist schon eine Krux: Da geht man zur Polizei, um eine Strafanzeige zu erstatten, und dann wird plötzlich gegen einen selbst ermittelt. Nun gut, es ist jetzt vielleicht auch nicht unbedingt die beste Idee, ein Revier aufzusuchen, wenn selber noch unter den Nachwirkungen harter Drogen leidet.

Einer Mitteilung der Polizei zufolge sei der Mann an einem Dienstag gegen 10.30 Uhr mit seinem Auto zum Polizeihauptrevier Stralsund gekommen, um dort eine Unterschlagung anzuzeigen.

Während der Anzeigenaufnahme zeigte er jedoch starke körperliche Auffälligkeiten und Probleme im Bewegungsablauf, welche aus Sicht der Beamten auf Drogenkonsum hindeuteten.

Daraufhin gab der 36-Jährige zu, am Tag zuvor Ecstasy-Pillen eingeworfen zu haben.

Unter diesen Voraussetzungen durfte er natürlich nicht mehr fahren und musste seinen Autoschlüssel abgeben. Außerdem wurde dem Stralsunder von einem Arzt eine Blutprobe zur Beweissicherung abgenommen.

„Gegen den Anzeigenerstatter laufen nun selbst Ermittlungen wegen des Verdachts des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln“, heißt es in der Mitteilung.

„Weiterhin wurde gegen den 36-Jährigen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts des Führens eines Kraftfahrzeuges unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln im Straßenverkehr eingeleitet.“

Quellen: tag24.de , presseportal.de