Männer, zu viel Zeit, jede Menge komplett einsamer Wälder, wo einen keiner stört – und das Ganze gepaart mit Sprengstoff. Eine verheerende Mischung, vor allem, wenn es sich bei den Männern um Waldarbeiter mit einem Hang zum Dramatischen handelt und diese Zugang zu satten sieben Kilo explosivem Material erhalten. Dann kommen solche Jungs nämlich schon mal auf dumme Ideen. Zum Beispiel wie die, mit dem Zeug einen Baum zu fällen und das Resultat zu filmen!

Also wird kurzerhand die Kettensäge rausgeholt und mit kundiger Hand zuerst ein ringförmiger Einschnitt in der Rinde und den oberen Holzschichten vorgenommen, bevor es in luftige Höhen geht und ein vertikaler Spalt der Länge nach in den Stamm gesägt wird. Millimetergenau wohlgemerkt folgt dem Ganzen die Anpassung der Sprengladung, die in die Nut eingefügt wird. Um das Resultat komplett abzudichten und die Springwirkung auch wirklich in den Baum und nicht nach außen zu richten, folgen literweise PU-Schaum.

Der soll die Dynamitwurst nicht nur fixieren, sondern auch für einen sicheren Ablauf sorgen. Aber trotz anwesenden Sprengmeisters und seiner jahrelangen Expertise haben unsere norwegischen Holzfäller die Zerstörungskraft ihrer Idee etwas unterschätzt. Nach mehrfachem, von der Warnsirene entnervten „Herrgott nochmal, zünd endlich!“ eines der Herren wird der Sprengsatz ausgelöst. Die Druckwelle ist so verheerend, dass es dem nahe gelegenen Wohnhaus die Fenster, die Vertäfelung und die darunterliegende Dämmwolle zerfetzt. Ab Minute 4 seht ihr die Sprengung, falls euch die Vorbereitungen nicht interessieren. Feuer frei.