Jägermeister an sich war lange Zeit als Altherrengetränk verpönt. In Verbindung mit Red Bull wird aus dem angestaubten Kräuterschnaps jedoch plötzlich ein Szenedrink. Bei der sogenannten „Jägerbombe“, die sich vor allem im Ausland enormer Beliebtheit erfreut, platziert man ein Schnapsglas mit Jägermeister in einem größeren Glas, das in etwa bis zur Hälfte mit einem Energy Drink gefüllt ist. Man könnte natürlich auch einfach beides als Longdrink zusammenschütten, aber dann wäre die Nummer ja nicht so trendy.

Hierzulande ist die Jägerbombe auch unter der Bezeichnung „Turbojäger“ oder „Fliegender Hirsch“ bekannt. Aber wie man den Drink auch nennen mag, am Ende geht er auf das gute alte „U-Boot“ zurück, bei dem man schon seit Jahrzehnten ein kleineres Glas mit einer Spirituose so in ein gefülltes Bierglas hineingleiten lässt, dass sich beide Flüssigkeiten nicht vermengen.

Der Kick bei der Jägerbombe ist aber freilich die Kombination von Koffein und hochprozentigem Alkohol. Eine üble Mischung, vor der Forscher sogar warnen, da das Koffein die Alkohol-Wirkung verschleiert, was zur Folge hat, dass der Partytrinker glaubt, mehr trinken zu müssen und zu können, als er eigentlich verträgt.

Letzten Endes macht aber stets die Menge das Gift, also wollen wir an dieser Stelle die Kirche mal schön im schwyzerischen Brunnen lassen. Dort hat sich nämlich gleich ein ganzer Club nach dem Szenedrink benannt und zelebriert den Flying Hirsch entsprechend wie kein Zweiter.

Anlässlich eines Geburtstages lässt man dort zum Beispiel einfach mal einen sogenannten „Jäger-Train“ mit rekordverdächtigen 400 Waggons fahren. Was genau das ist, erklärt das folgende Video am besten selbst.