Ähnlich wie die Mode sind auch Schönheitsideale einem steten Wandel unterworfen. Es gab eine Zeit, da galten die heutzutage sprichwörtlichen Rubensschönheiten, also wohlgenährte Frauenkörper, als das Maß aller Dinge. Kein Vergleich zu dem Magerwahn, der in den 90ern eine besorgniserregende Popularität erreichte. Als dann die plastische Chirurgie salonfähig wurde, waren plötzlich große Brüste gefragt, die sich mitunter zu absurden Größen aufblähten. Seit einigen Jahren rückt der Vorbau allerdings zunehmend in den Hintergrund. Das Motto lautet aktuell: Hintern sind die neuen Brüste.

Und wo wachsen die prallsten Früchte am Popo-Baum? Im sonnigen Brasilien natürlich, wo ein ausladendes Hinterteil seit jeher als besonders schön und erotisch gilt. Voluminös muss er sein und rundlich hochstehen, um die landestypisch liebevolle Bezeichnung „BumBum“ verdient zu haben. Und so kommt es dann auch, dass man in Brasilien im Zuge eines Schönheitswettbewerbes Jahr für Jahr nach der Frau mit dem wohlgeformtesten Hintern sucht, um diesen dann zur offiziellen „Miss Bum Bum“ zu küren.

Mit Blick auf das Motto und die freizügige Mentalität der Brasilianer, dürfte es niemanden überraschen, dass es bei diesem sehr speziellen Wettbewerb deutlich unbefangener zugeht, als bei den ganzen trockenen Miss Soundso-Wahlen die man sonst so kennt. Bei „Miss Bum Bum“ wird nicht gesungen oder mit sonst irgendeinem angeblichen Talent genervt, sondern mit einem rassigen Hüftschwung gezeigt, was man hat! So muss das!