Manche Leute machen alles, um „berühmt“ zu werden. Für ihre 15 Minuten Ruhm nehmen sie jedes Risiko in Kauf. Einige sind Profis, die wissen, was sie tun, wenn sie Berge mit dem Mountainbike herunterrasen oder im Wingsuit von Gebäuden springen. Doch der Großteil der Ruhmsüchtigen des Internets besteht aus Laien. Die beiden Backfische aus diesem Video schießen den Vogel mit gehörigem Abstand ab. Es reicht ihnen nicht, sich auf plumpeste Weise halbnackt im Netz zu präsentieren, um an Klicks zu kommen. Nein, sie haben noch dazu die Spitzenidee, sich dabei die schärfste Chili-Züchtung der Welt reinzupfeifen.

Lange galt die indische „Bhut Jolokia“ als schärfste Chilischote der Welt, doch wurde ihr dieser Rang von der „Trinidad Moruga Scorpion“-Züchtung abgelaufen. Die wiederum musste sich 2013 einem Monster geschlagen geben, das auf den Namen „Carolina Reaper“ hört, der „Sensenmann aus Carolina“. Die Schote trägt ihren Namen nicht von ungefähr. Mit Spitzenwerten von 2,2 Millionen Scoville-Einheiten (Eine Skala zum Feststellen der Chili-Schärfe) besteht die „Reaper“ im Prinzip für Mund und Schleimhäute aus einem behaglichen Gemisch – irgendwo zwischen Magma, flüssigem Stahl, gemahlenen Glasscherben und Schwefelsäure.

Genau solch ein Teil pfeifen sich die beiden Pantoffeltierchen aus dem Video rein – und haben nicht einmal an Milch zum Kontern gedacht. Zum Vergleich: Bei uns im Laden erhältliche Jalapenos, die zum Beispiel auf „scharfen“ Cheeseburgern liegen, bringen es gerade mal auf 2500 bis 8000 Scoville-Einheiten. Dreimal dürft ihr daher raten, was mit den beiden Mädels im Video passiert, als sie sich die Carolina Reaper ohne Vorbereitung, Training und ärztliche Unterstützung zu Gemüte führen. Dass die Chose so gut ausgegangen ist, obwohl die eine Asthmatikerin ist, grenzt an ein Wunder …