Es sind Bilder, die an die Substanz gehen: In einem amerikanischen Gerichtssaal muss der Vater einer Teenagerin dem Serienmörder gegenübersitzen, der seine Tochter getötet und danach wie Abfall in Plastikfolie verklappt hat. Kein Wunder, dass dem leidenden Vater die Sicherungen durchbrennen – und er ohne viel Federlesens auf den ihn verhöhnenden Täter losgeht, um ihn zu erwürgen. Es brauchte mehrere Männer, um den vor Zorn rasenden Vater von dem Serienkiller zu lösen, sonst wäre diese Sache für den Täter sehr unschön ausgegangen, wie man im Video sieht…

Der zum Tatzeitpunkt 38-jährige Michael Madison ist ein Serienmörder, der gleich drei Frauen aus dem Leben gerissen hat. Eines der Opfer: die gerade mal 18 Jahre junge Shirelda Terry. Deren Vater, Van Terry, ist an dem Tag vor dem Gericht in Ohio bereits außer sich vor Zorn und Trauer, gefangen in einem Albtraum, bei dem er dem Schlächter seiner Tochter gegenübersitzen und alles durchleben muss. Den Beweisen zufolge hatte Madison die Körper seiner Opfer nach den Vergewaltigungen und Ermordungen verstümmelt und dann wie Abfall in Müllsäcke gewickelt und auf Deponien abgelegt.

Während solche verstörenden Details des Falles in der Verhandlung zur Sprache kamen, hielt es Michael Madison für eine gute Idee, bei der Beschreibung von Shireldas Ermordung durch das Gericht vermehrt höhnisch in Richtung ihres Vaters Van Terry zu grinsen. Als Mr. Terry schließlich selbst in den Zeugenstand gerufen wurde, um den Anwesenden vom Schmerz über den Verlust seiner Tochter zu berichten und als Zeuge ihren Charakter zu beschreiben, grinste Madison einmal zu oft. Van Terry ging auf ihn los.

Michael Madison erwartet nach dieser medial aufsehenerregenden Verhandlung von 2016 die Todesstrafe, obwohl sein Anwalt auf geistige Unzurechnungsfähigkeit plädiert hatte.