In einer ebenso ungewöhnlichen wie rührenden Aktion kamen 200 Biker zusammen, um den letzten Wunsch eines sterbenden Kameraden zu erfüllen. Biker Jon Stanley wollte nur noch einmal das Röhren einer Harley-Davidson hören und diesen Klang mit in die nächste Welt nehmen – ein Wunsch, den ihm ein Korso von Bikern nur allzu gern erfüllte. Wie die Aktion aussah – und vor allem, wie sie sich anhörte – erlebt ihr im Video.

2017 waren Lungen- und Hirntumore bei Stanley festgestellt worden, nur Monate darauf erlag der Biker seiner schweren Erkrankung. Durch den Krebs an das Sterbebett gefesselt, hatte der 61-Jährige keine Möglichkeit mehr, seinem geliebten Hobby nachzugehen – dem Motorradfahren. So gerne wollte er noch einmal den Klang einer Harley-Davidson vernehmen.

Es war Jons Schwager Michael, der diesen Wunsch des Sterbenden erfüllte. Michael wandte sich an den Präsidenten eines örtlichen Bikerclubs, David Thompson. Dieser nutzte die sozialen Medien und mobilisierte die Motorradfahrer mithilfe eines Fotos, das Jon in besseren Tagen neben seiner brandneuen Harley zeigte.

So schrieb David:

„Manchmal ist der letzte Wunsch eines Sterbenden nur, den Klang einer Harley vor dem Fenster zu hören. Dies ist Jon Stanley, er hat unheilbaren Krebs. Ich habe mich heute Morgen persönlich mit seiner Familie getroffen und erfahren, dass Jon ein Veteran ist und ein Member war, der seit Jahren fährt. Dies ist seine neue Harley, die er gerade bekommen und nur 3-mal gefahren hat!

Ich weiß, dass es kurzfristig ist, aber Biker kümmern sich um Biker! Wir werden uns um 18 Uhr beim Walmart an der Ireland Rd treffen und um 6:30 Uhr heute Abend am 12.06.2017 die Stützen unserer Bikes hochklappen, um zu Jons Haus zu fahren, ihm und seiner Familie etwas Liebe zu zeigen und etwas Lärm für ihn zu machen!“

So gelang es Michael und David, die gewaltige Rotte von Bikern bei Jons Haus in South Bend im US-Bundesstaat Indiana zu versammeln. 200 Personen und 100 Motorräder tauchten am Schlafzimmerfenster des Todkranken auf – wohlgemerkt nach nur sechs Stunden. Mehr noch:

Jon wurde aus dem Sterbebett geholt und konnte sich mithilfe seiner Familie in einen Seitenwagen setzen, um die Vibrationen und den Sound des Motors aus nächster Nähe zu erleben, als seine Frau den Gashahn drehte. Biker aus ganz Indiana zollten dem Krebskranken Respekt – einige Stunden später verstarb Jon Stanley in den Armen seiner Frau.

Quelle: unilad.co.uk