Ein Scharfschützen-Schuss über mehrere Kilometer? Eine schier unglaubliche Distanz, zu deren Überwindung selbst so eine Hochgeschwindigkeitskugel etliche Sekunden benötigt. Auf die Entfernung kann man doch nichts mehr treffen, oder? Die Herren aus diesem Video würden dem nicht nur widersprechen, sie widerlegen diese Behauptung auch noch auf ziemlich beeindruckende Weise.

Immer wieder machen Legenden darüber die Runde, wie weit so ein Scharfschütze eigentlich feuern kann. Der Sniper, sein Gewehr und sein Zielbeobachter, auch „Spotter“ genannt, sind der Albtraum des Infanteristen auf dem Schlachtfeld sowie der Bodyguards und ihrer oftmals politischen oder despotischen Schützlinge. Doch mit der Modernisierung der Technik wird es immer schwieriger, sich vor den Heckenschützen zu bewahren.

Wie weit so ein Schuss mittlerweile gehen kann, zumindest in Friedenszeiten, zeigt das Team des Gewehrfabrikanten „Hill Country Rifle“. Das hat sich das hauseigene „Extreme Long Range Tactical“ geschnappt, das auf einem .357er-Gewehr aus dem Hause „Cheytac“ fußt. Gleich vier Spotter helfen dem Schützen Jim Spinella hier, Höhe und Windrichtung konstant zu überwachen.

Das Resultat: Ein Treffer über 4549 Yards, umgerechnet beinahe 4,2 Kilometer. Unfassbar. Ob das Geschoss auf diese Entfernung überhaupt noch Durchschlagskraft besaß, steht natürlich auf einem anderen Blatt, aber die Leistung an sich ist, was hier zählt. In einem Zeitalter, in dem manche in einer Woche nicht einmal mehr so eine Strecke zu Fuß gehen, auf so eine Entfernung zu treffen … Respekt.