„Like a boss“ – geflügelte Worte aus dem Netzjargon, aber selten zutreffender als in diesem Fall. Denn Ryan Hickman ist erst sieben Jahre alt, doch er hat bereits ein Unternehmen gegründet. Nachdem er im zarten Alter von drei eine Recycling-Firma besichtigt hatte, fand Ryan in einem Alter die Mission seines Lebens, in dem unsereins erfolgreich die Einschulung überstanden hat. Nämlich „alle Dosen und Flaschen von jedem in dieser Gegend zu sammeln“. Wie hätte Ryan mit drei ahnen können, dass er es mit sieben bereits auf einen Stamm von 50 Kunden, über 200.000 (!) gesammelte Flaschen und Dosen sowie ein florierendes Unternehmen bringen würde?

Sein Umsatz beträgt bereits unglaubliche 21.000 US-Dollar. Diese werden, wie in den Vereinigten Staaten üblich, von seinen Eltern für den College-Fonds des Jungen angespart. Doch Ryan interessiert sich bislang nicht für die Uni, würde lieber Müllmann werden. Und auch das Geld ist ihm wurst: „Ich mache das, weil die Flaschen sonst ins Meer kommen und dann die Tiere krank werden und sterben“, so der kleine Boss. Darum hat auch bereits 3000 $ an ein Tierheim gespendet. „Damit bekommen sie Medizin und Essen.

Papa darf helfen – aber Ryan ist der Boss

Der Siebenjährige ist bei seinen Nachbarn gerne gesehen: Er holt beständig ihren Recycling-Abfall mit einem kleinen Tretlaster ab und geht seinem Hausmeister in der Schule bei der Mülltrennung zur Hand. Alles freiwillig, wohlgemerkt: „Meine Frau und ich unterstützen ihn dabei und haben es ihm freigestellt, jederzeit aufzuhören“, so Ryans Vater in einem Interview. Laut ihm hat der kleine Chef sogar schon seine Freunde als Mitarbeiter eingespannt.

Papas einzige Aufgabe besteht lediglich darin, aufzupassen, dass der umtriebige Jungunternehmer sich nicht an scharfen oder rostigen Abfällen verletzt. Sonst fährt er nur alle drei Wochen mit dem Filius zum Wertstoffhof, um die gesammelten Flaschen und Dosen zu entsorgen. Ganz kritikfrei verläuft das Ganze natürlich nicht, Vater und Mutter Hickman sehen sich Vorwürfen ausgesetzt, ihr Kind aus Gier und für gute Publicity auszubeuten. Ryans Vater dazu: „Ich versuche den Leuten stets klarzumachen, dass wir nicht beabsichtigen, mit unserem Sohn Geld zu machen. Der Großteil der Menschen findet Ryans Handeln eher inspirierend.

Sehen wir genauso. Aus dem Jungen wird nicht „mal was“ – der ist schon jetzt: Like a boss!

Quelle: tag24.de