Der Zebrastreifen, ein sicherer Verkehrsübergang für Fußgänger. Doch es gibt Autofahrer, die halten die weißen Streifen auf dem Asphalt lediglich für eine freundliche Empfehlung und nicht für einen wirklichen Grund, auf die Bremse zu treten. Auf Island hat man eine interessante Idee, wie man dieses Problems Herr werden kann – durch Zebrastreifen, die aufgrund einer optischen Täuschung schweben. Wie das funktionieren soll, seht ihr im folgenden Video.

Diese besonderen Zebrastreifen werden in der isländischen Kleinstadt Ísafjörður eingesetzt, ausgedacht hat sie sich ein gewisser Ralf Trylla, der Umweltbeauftragte des Örtchens: Die Fahrbahnmarkierung wirkt dabei, als wäre sie dreidimensional, die Zebrastreifen scheinen als Balken aus der Straße zu ragen und über dem Asphalt zu „hovern“. Der Effekt: Man stoppt aufgrund des vermeintlichen Hindernisses in der Luft. Die Idee für dieses ungewöhnliche Konzept kam Trylla in Indien, wo bereits mit anderen dreidimensionalen Fahrbahnmarkierungen gearbeitet wird.

Der Effekt basiert auf einer Kombination aus grauen und schwarzen Schattierungen, die die weißen Streifen ergänzen. Diese Zebrastreifen sollen sich in dem isländischen Fischerdorf als besonders effektiv erwiesen haben und werden weltweit aufgegriffen: In den USA, Großbritannien und Kanada werden bereits entsprechende Testphasen durchgeführt. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die „schwebenden“ Zebrastreifen den Weg auch nach Deutschland finden.

Quelle: bild.de