Ein Leben lang gearbeitet, den Buckel krummgemacht, brav den Beitrag zur Gesellschaft und zur Rente geleistet und dann? Die Rente ruft, doch sicher nicht wenigen Menschen fällt es schwer, den Ort, an dem man einen Großteil seines Lebens verbracht hat, einfach zurückzulassen. Von einem Tag auf den anderen nicht mehr zu arbeiten, sondern herumzusitzen. Anderen fällt der Abschied leichter, sie mochten die Kollegen nie, fühlen sich nicht wertgeschätzt – und haben kein Problem damit, endlich in den wohlverdienten Ruhestand aufzubrechen.

Mr. John Adams dürfte zu ersten Kategorie gehören – der Lehrer wird von seinen Schülern in allen Ehren verabschiedet. Und was für ein Abschied das ist! Adams war Vertrauens- und Beratungslehrer an der Palmerston North Boy’s High School in Neuseeland. Er unterrichtete Physik und Naturwissenschaften, diente seinen Schülern in schwierigen Zeiten auch als offenes Ohr und empathischer Vertrauenslehrer. Etwas, das seine Jungs ihm offenbar nie vergessen werden.

Wie sie ihn verehrt haben, offenbart sich am Tag seines Abschieds von der Palmerston North. So bereiteten die Jungs dem Lehrer, der außerschulisch als ihr Rugbytrainer arbeitete, eine besondere Freude: Die ganze Schule führte einen Haka auf, den traditionellen Tanz der Maori, der in Kriegszeiten auch zum Einschüchtern des Gegners getanzt wird. Unter Rugbyspielern Neuseelands hat er schon lange Tradition – dieses epische Abschiedsgeschenk dürfte Mr. Adams bis zum Ende seiner Tage nicht vergessen. Auch uns wird diese endgeile Aktion lange im Gedächtnis bleiben!