Es gibt Frauen, mit denen will man keinen Streit haben. Kirsten Joy Weiss ist eine dieser Frauen, denn während andere ihre Blumen gießen, putzt Kirsten Waffen. Aufgewachsen in einer Familie von leidenschaftlichen Schützen, wurde ihr der Umgang mit Schießeisen im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt. Ihre Eltern impften Kirsten das Motto „Behandle jede Waffe, als wäre sie geladen“ ein, bevor sie überhaupt sprechen konnte und legten damit den Grundstein einer von Höhen und Tiefen gezeichneten Karriere als Sportschützin.

Gebeutelt vom Erfolgsdruck und desillusioniert von dem, was hinter den Kulissen des Sportes vor sich geht, haben Pokale und Medaillen für Kirsten jedoch schon früh an Bedeutung verloren und sie begann, sich der wahren Kunst des Schießens abseits von Wettbewerben oder Ranglisten zu widmen. In der Folge verdingte sie sich als Schützin in Film und Fernsehen, bis sie schließlich ihren eigenen YouTube-Kanal startete, der mittlerweile zu den erfolgreichsten seiner Art zählt. Unter den weiblichen Waffennarren ist Kirsten viral die Nummer Eins.

Das hat sie Videos wie dem folgenden zu verdanken, welches ihre erstaunlichen Fähigkeiten (mal wieder) äußerst eindrucksvoll unter Beweis stellt. Um ihr brandneues Inferno 22 LR aus dem Hause Volquartsen gebührend einzuweihen, versucht Kirsten damit, im Freien ein Ei in knapp 275 Metern Entfernung zu treffen. Und das ist wahrlich keine Distanz, für die man unter ballistischen Gesichtspunkten normalerweise ausgerechnet ein 22er Kaliber wählen würde!

Für eine Schützin vom Format einer Kirsten Joy Weiss gelten jedoch andere Regeln. Und weil ihr das alles offensichtlich immer noch zu leicht ist, vollführt sie den Schuss auch noch noch in einer stehenden Position, oder auch „Off-hand“, wie man in Fachkreisen sagt.

Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, versteht ihr nun sicherlich, weshalb wir eingangs meinten, dass man diese Dame nicht wütend machen sollte.