Es geht doch nichts über einen gemütlichen Tag am See. Köder an den Haken, die Rute auswerfen, Schnur auf Spannung und dann mit einer Dose Bier zurücklehnen. Petri Heil. Irgendwann ist der entspannte Teil dann vorbei und der Kampf zwischen Mensch und Fisch, Drill genannt, steht an. Erfahrene Angler wissen, dass der gerade gefangene Friedfisch am Haken i seinem Kampf manchmal größere Raubfische anziehen kann. Doppelter Fang, sozusagen. Aber Krokodile?

So erging es zwei Anglern namens Dac und Daniel aus dem australischen Northern Territory – die hatten einen kapitalen Fang gemacht, wie man in diesem Video sieht: Mit sichtbarem Vergnügen wollten sie den wahren Brummer von einem Barramundi (eine tropische Barsch-Art) einholen. Doch die beiden Fischer aus Darwin staunten nicht schlecht, als sich ein Dritter „Angler“ ins Spiel brachte.

„Wir flohen auf einen Baum“

Erst dachten sie, der Barramundi liefere nur so einen starken Drill, weil er sich in Wasserpflanzen verfangen hätte – dann ging ihnen auf, dass ein Salzwasserkrokodil von stattlichen vier Metern Länge Appetit auf Barsch hatte. Wie sie später gegenüber „ABC News Australia“ angaben, flüchteten sie auf einen Baum, um nicht auch im Magen des Reptils zu enden. Das verschlang derweil genüsslich den Fang.

Fluchend und den „Verlust eines absoluten Superfisches“ betrauernd, zogen sich die beiden zurück: „Wir waren geschockt, traurig. Daniel tat mir leid – es war ein guter Fisch“, so Dac. Und weiter: „Wir zogen uns auf einen Baum zurück, während es dort hockte und den Fisch verdaute. Ganz sicher blieben wir nicht für irgendeine Art von leichtsinniger Handlung herum [wie im INternet behauptet wird]. Ich glaube, es schlief dann irgendwann ein. Es hatte ewig keinen Muskel mehr gerührt.“

Erst viel später zogen sich die beiden Fischer mit einem langen Umweg zurück, holten ihre Ausrüstung und suchten das Weite. Wer könnte es ihnen verdenken?

Quelle: abc.net.au