Wenn man an den Airbus A400M denkt, kommen einem nicht unbedingt Worte wie „wendig“ und „agil“ in den Sinn. Unter den richtigen Bedingungen ist das 78.600 kg schwere Flugzeug (Leermasse) jedoch zu Manövern in der Lage, die man dem militärischen Transporter gar nicht zugetraut hätte. So bewies ein offensichtlich äußerst begabter Pilot anlässlich der alljährlichen „Farnborough International Airshow“ im englischen Hampshire, dass man mit der Maschine aus dem Hause Airbus Defence and Space sogar einen Looping fliegen kann.

Die Bilder, die ein Flugzeugliebhaber namens Tom Pipe bereits 2014 festhielt, sprechen eine eindeutige Sprache, wenn es um die Leistungsfähigkeit des mit einer Spannweite von 42,36 Metern recht ausladenden Packesels der Lüfte geht. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die A400M nach einer jahrzehntelangen Planungs- und Bauphase gerade mal seit einem Jahr im operativen Dienst und schickte sich an, den größtenteils veralteten Bestand an taktischen Transportflugzeugen der Typen Transall C-160 und Lockheed C-130 Hercules der Luftwaffen von sieben europäischen NATO-Staaten zu ersetzen.

Als am 9. Mai 2015 jedoch eine Maschine beim Versuch einer Notlandung mit einer Hochspannungsleitung in Brand geriet und dabei völlig zerstört wurde – vier Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt – wurde der Flugbetrieb der A400M seitens der europäischen Auftraggeber vorerst ausgesetzt. Nach langen Untersuchungen war am Ende von „Qualitätsproblem in der Endmontage“ die Rede.

Obwohl kein offizieller Untersuchungsbericht vorlag, wurde der Betrieb noch im gleichen Jahr nach und nach wieder aufgenommen. Erst im September 2017 wurde offiziell ein Fehler in der Motorensoftware als Unfallursache benannt. Einen direkten Verantwortlichen blieb der Bericht schuldig.