Habt ihr euch jüngst mit dem Gedanken auseinandergesetzt, euch als Paraglider zu versuchen? Geht euch nun aber die Muffe, wie ihr euch auf die Idee einlassen konntet, mit nichts als einem Gleitschirm aus Seide in schwindelerregender Höhe durch irgendwelche Gebirgslandschaften zu sausen und dabei nichts als Luft unter den Füßen zu haben? Kein Thema: Schaut euch dieses Video an und liefert euch selbst die beste Ausrede, es zu lassen.

Nur eine Minute Videomaterial dürften reichen, um aus einer halbgaren Zusage für ein solches Vergnügen urplötzlich ein entschiedenes „Nein, keine zehn Pferde bekommen mich in dieses Teil!“ zu machen. Denn hier erleben wir, dass der Mensch bei allem technologischen Vorsprung den Mächten der Natur immer noch genauso hilflos gegenübersteht, wie vor 10.000 Jahren.

Das, was ihr hier seht, ist ein „Dust Devil“. Diese Staubteufel werden meteorologisch als „Kleintromben“ bezeichnet. Der Boden in Wüstenregionen wird so heiß, dass die Atmosphäre direkt darüber überhitzt. Luftwirbel entstehen, einem örtlich begrenzten, winzigen Tornado oder Hurrikan nicht unähnlich. Völlig überraschend und schlagartig. Genau in einen solchen Wirbel verschlägt es den bemitleidenswerten Paraglider aus diesem Video.

Glücklicherweise ging für den Mann am Ende alles gut aus, selbstverständlich ist das aber keineswegs.