Menschen mit Phobien wird von ihrem Kopfdoktor ja gerne man eine Schocktherapie verschrieben. „Sie müssen sich ihren Ängsten stellen“, heißt es dann immer leichtfertig. Doch seinen Instinkten zuwiderzuhandeln und einer Sache, vor der man sich bis ins Mark fürchtet, sehenden Auges entgegenzugehen, anstatt sich umzudrehen und so weit wegzulaufen, wie es nur geht, ist in etwa so, als wolle man einen ausgewachsenen Sturm wenden. Wenn es einem dann aber dennoch gelingt, ist das Erfolgserlebnis dafür auch entsprechend groß. Außer natürlich, man verpasst alles, weil man ständig ohnmächtig wird.

Zugegeben, wir sind keine ausgewiesenen Experten in Sachen Psychologie und können von daher nicht mit Sicherheit sagen, ob die Damen im folgenden Video tiefsitzende Ängste bezüglich großer Höhen mit sich herumschleppen. Um zu erkennen, dass die zwei Grazien kurz vor dem Abschuss im berühmt berüchtigten Slingshot alles andere als entspannt sind, muss man allerdings nicht studiert haben.

Während das junge Ding im gelben Oberteil ihrer Nervosität mit leicht hysterischem Gekicher erfolgreich Luft macht und insgesamt ganz gut gelaunt wirkt, scheint ihre Freundin einer Panik nahe. Bewegungen und Mimik wirken unkontrolliert, die Atmung kommt schnell und flach. Auf die Frage von Gelbhemd hin, wo all der Rauch herkommt, antwortet ein Scherzbold noch schnell irgendwas von „Feuer“ – der Blick: Unbezahlbar! – und ab geht der wilde Ritt.

Im Folgenden zeigt sich, wie unterschiedlich Menschen mit einer solchen Stresssituation umgehen. Während Gelb ungehemmt weiterkichert und allerlei unartikulierte Laute von sich gibt, zeigt sich der Körper von Schwarz gnädig und schickt die Dame kurzerhand ins Land der Träume. Nur kurz, doch als sie nach dem Erwachen feststellen muss, dass sich ihre Situation kaum verbessert hat, schmeißt sie sich Morpheus gleich ein weiteres Mal willenlos in die Arme.