Es heißt ja immer, dass das Nutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln wesentlich stressfreier sein soll als das Fahren mit dem eigenen Wagen. Eine These, über die jeder, der in der Stadt regelmäßig mit Bus und Bahn unterwegs ist, nur herzhaft lachen kann. Natürlich muss man sich nicht mit der lästigen Suche nach einen Parkplatz herumschlagen, dafür aber mit all den vielen anderen Unannehmlichkeiten, welche das geballte Zusammentreffen von vielen Menschen auf engem Raum nun einmal so mit sich bringt. Selbst wenn man das Glück hat, in einem fast leeren Abteil unterwegs zu sein, muss man immer noch damit rechnen, dass irgendein Spinner einem den Tag versaut.

Betrunkene, die lauthals irgendwelche Parolen skandieren, sind da noch das kleinere Übel. Sehr viel gefährlicher sind Menschen, die offensichtlich auf härteren Drogen und Streit aus sind. Nun können wir natürlich nur mutmaßen, auf welchem Trip sich der Knabe im folgenden Video befindet. Fakt ist aber, dass seine Attitüde äußerst toxisch ist. Und dass der Bengel in der U-Bahn ohne Hemd unterwegs ist, sagt auch so einiges über seinen Zustand aus.

Die Vorgeschichte der Auseinandersetzung bleibt uns der Clip schuldig, doch wir erfahren schnell, dass jemand den Störenfried als „weirdo“ (Spinner, Verrückter) bezeichnet hat, was diesem wiederum so gar nicht gefällt. Die Sache scheint zunächst glimpflich auszugehen, doch leider macht ein Fahrgast den Fehler, dem aggressiven Kerl noch einmal hinterherzubrüllen, nachdem dieser sich bereits zurückgezogen hatte.

Das Spiel beginnt also von neuem, spitzt sich immer weiter zu, bis plötzlich wie aus dem Nichts ein Mann auftaucht und den Oben-Ohne-Typen mit dem Geschick einer Schlange fachmännisch in den Würgegriff nimmt. Es dauert keine zehn Sekunden, und der Geistermann hat sein Ziel mit der Präzision eines Berufskillers ausgeschaltet und damit nicht nur für Ruhe gesorgt, sondern sicherlich auch Schlimmeres verhindert. Oder wie es jemand in den Kommentaren so treffend auf den Punkt bringt:

„The money has been transferred to your account. Good work, 47!“