Stellt euch folgendes Szenario vor: Ihr seid auf dem Weg zur Arbeit nicht nur in einen Stau geraten, der sich auf einer Brücke angesammelt hat, sondern müsst eurem Chef danach auch noch den Grund nennen. Er verlangt Beweise, und ihr wart nicht klug genug, das Ganze zu filmen, sondern könnt nur erklären: „Also, äh, da waren diese Mustang-Fahrer und sie haben auf der Brücke Donuts durchgezogen und dabei den Verkehr blockiert…“

Genau das ereignete sich unlängst auf der San Francisco Bay Bridge. Die Brücke mag nicht so berühmt sein wie das Golden Gate, wird aber jährlich von über 45 Millionen Fahrzeugen überquert, um Berufstätige und Pendler an ihr Ziel zu bringen. Diese Lebensader zwischen SanFran und Oakland wurde laut der California Highway Patrol um ca. 10.45 morgens blockiert. Der Grund:

Zwei Mustang-Fahrer mussten ihr Können beim Driften unbedingt dort unter Beweis stellen. Mehrere andere beteiligte Fahrzeuge blockierten für diesen Irrsinn den Verkehr. Dies löste natürlich eine Flut von Telefonanrufen bei der Polizei aus. Die nahm einen der Mustangfahrer wegen rücksichtslosen Fahrens und Geschwindigkeitsübertretung in Gewahrsam, ließ die Komplizen aber ziehen.

180 Tage Haft?

Einer der Wagen wurde beschlagnahmt – der Fahrer hatte keinen Führerschein. Das Mustang-Cabrio des verhafteten Donut-Experten wurde überdies für 30 Tage eingezogen. Sein Besitzer darf, sollte die Anzeige gegen ihn erfolgreich verhandelt werden, maximal drei Monate wegen rücksichtslosen Fahrens und weitere 90 Tage wegen Geschwindigkeitsübertretung ins Gefängnis.

Zudem wird er wohl gemeinnützige Arbeit verrichten und ein saftiges Bußgeld zahlen müssen. Nicht bekannt ist hingegen, wieso der zweite Donut-Mann komplett straffrei davonkam.