Coyote Peterson ist ein mutiger Tierfilmer, der für seine Fans so manches Wagnis eingeht. So hat er sich schon von diversen, teils hochgiftigen oder besonders schmerzhaften Tieren beißen, piken, stechen oder quetschen lassen. Etwa von dem Tarantulafalken oder von der 24-Stunden-Ameise. Fische waren bislang noch nicht unter den Tieren, deren Gift er sich für sein Publikum aussetzte. Bislang.

Der Feuerfisch, im englischsprachigen Ausland auch als „Lionfisch“ (= Löwenfisch) bekannt, trägt seinen Namen unter anderem wegen seines einmaligen Aussehens, das an eine Löwenmähne erinnert. Große, fächerförmige Brustflossen und die charakteristischen Stacheln sind selbst für Laien unverkennbar – vorausgesetzt, man sieht die Tiere, denn zwischen Korallen sind sie mit ihrem Erscheinungsbild perfekt getarnt. Genau das wurde schon so manchem Taucher oder Fischer zum Verhängnis. Die Stacheln sind nicht nur Zierde.

Denn die meisten Arten des Feuerfischs sind giftig. Ein Gemisch von zwei Giften, eines, das Muskelzuckungen auslöst, sowie eines, das bis dato unerforscht sind, liegen in den Stacheln von Rücken- und Afterflosse unter einer dünnen Hautscheide. Wird diese irritiert, reißt sie und setzt das Gift frei. Etwas, das auch Coyote Peterson auf schmerzhafte Weise zu schmecken bekommt. Tödlich ist das Toxin für Menschen wohl nicht – unangenehm hingegen schon, wie man sieht. Äußerst unangenehm.