Ein Mann hat die Aufgabe, seine Frau, seine Familie zu beschützen – so die landläufige Meinung. Obwohl unsere Gesellschaft sicher scheint und sie nach wie vor den besten Schutz für alle darstellt, lauern dennoch Gefahren auf unsere Liebsten. Im Ernstfall beweist sich, ob ein Mann ein Kerl ist, so sagt man. Wir wissen nicht, ob das wirklich allgemeine Gültigkeit besitzt. Was wir hingegen wissen, ist, dass Ralph Persson aus Schweden ein ganzer Kerl ist. Er verbrüllt sogar Bären, wenn es drauf ankommt.

Auf einem Spaziergang mit seiner Frau und seinem Hund durch einen winterlichen Wald stürmt plötzlich ein massiver eurasischer Braunbär auf das Paar zu. Ein Anblick, der auch dem Tapfersten wohl ordentlich durch Mark und Bein fahren würde – wohl dem, der dann nicht seinem Instinkt folgt und wegläuft. Denn das animiert die meisten Bären nach Aussagen der Experten aus dem Yellowstone Park in den USA in den meisten Fällen wohl zu einem echten Angriff. Persson hat hingegen komplett anders reagiert.

Als der Bär auf ihn zuschießt, macht der Schwede sich groß und brüllt das Tier mit ausgebreiteten Armen nach Leibeskräften an. Der Effekt ist verblüffend und hat dem Mann und seiner Frau wahrscheinlich einige üble Wunden erspart: Meister Petz geht stiften, als wäre der Teufel hinter ihm her. Glück für Persson: Der eurasische Braunbär ist laut Aussagen der Seite thedodo.com ähnlich scheu wie der amerikanische Schwarzbär. Im letzten Jahrhundert kam es in Schweden zu gerade einmal zwei tödlichen Begegnungen mit diesem Raubtier. Bei einem mehr als mannsgroßen alaskischen Kodiakbären hätte diese Schreitaktik sicher nicht gezogen. Nichtsdestotrotz: eine beeindruckende Aktion. Wir lachen nie wieder über den Esoterikspinner unserer Frau, der was von Urschrei-Therapie faselt …