Vor der kanadischen Küste wurde ein junger Schwertwal beinahe das Opfer seines eigenen Leichtsinns – der Orca bleib auf schroffen Felsen stecken. Doch heldenhafte Retter waren zur Stelle, um dem Tier zu helfen – stundenlang blieben sie am Ball. Einen Bericht zu ihrer Aktion siehst du im Video.

Welcher Filmfan beziehungsweise Junggebliebene kennt sie nicht, die Szene aus 'Free Willy', bei der der muntere Schwertwal im großen Finale den Sprung vor der Sonne über schroffe Felsen wagt? Im kanadischen British Columbia kam es zu einer ähnlichen Szene – nur dass es hier der Jagdinstinkt war, der den Schwertwal bewegte: Eine Gruppe leckerer Seelöwen hatte es dem Tier angetan, statt eines beherzten Sprungs wie im Kinofilm trieb eine Welle es über die Felsen. Die Ebbe setzte ein, es blieb stecken. Ohne das beherzte Eingreifen einiger Zeugen des Geschehens wäre es dort elendig verendet.

Das junge Weibchen lag hilflos da, unfähig, sich zu bewegen, und stieß qualvolle Laute aus. Die Retter bedeckten seinen Körper mit feuchten Tüchern und verpassten dem Tier Wassergüsse, um seine Haut vor dem Austrocknen zu bewahren. Unter den Helfern: Der Meeresbiologe Hermann Meuter: „Am Anfang stand sie unter starkem Stress, man konnte ihren beschleunigten Atem hören. Aber nach einer Weile schien sie zu merken, dass wir nur dort waren, um ihr zu helfen“, so Meuter im Video.

Ganze acht Stunden arbeiteten die Helfer unermüdlich, um das Tier zu betreuen, zu beruhigen und fortwährend feucht zu halten – dann setzte die Flut ein. Befreit kehrte das Schwertwal-Weibchen zu seinen Artgenossen zurück.