Sicherheitskameras sind ein heißdiskutiertes Thema dieser Tage. Die einen befürchten, dass durch den massiven Einsatz der Weg zum Überwachungsstaat geebnet wird, die anderen begrüßen die abschreckende Wirkung im Sinne der Verbrechensprävention.

Wie auch immer man dazu stehen mag, letzten Endes können die Dinger Diebstahl oder gewalttätige Übergriffe zwar nicht verhindern, aber immerhin bei der Aufklärung dienlich sein. Oder aber sie zeigen, wie man sich ganz einfach selber hilft.

Irgendeine Unterführung, irgendwo auf dieser Welt. Eine junge Frau steht in ihr Smartphone vertieft an eine Wand gelehnt. Ob sie auf jemanden wartet, einfach nur etwas Zeit bis zur nächsten Bahn rumkriegen muss oder eine dringende Nachricht ihrer Aufmerksamkeit bedarf, wissen wir natürlich nicht.

Was wir aber wissen, ist, dass Diebe zunehmend dreister werden und sich immer weniger Gedanken über ausgeklügelte Pläne und unauffälliges Vorgehen machen. So auch der Herr, der die Treppe herunterkommt, sich nur einmal kurz umschaut und der Dame dann ohne weiteres Zögern das Handy aus der Hand reißt.

So ein zierliches Ding ist natürlich ein vermeintlich leichtes Opfer. Okay, sie zetert vielleicht noch, aber das kann einen großen Kerl doch nicht schrecken. Dummerweise hat unser unkreativer Dieb sich die Falsche für seine kriminellen Machenschaften ausgesucht.

Anstatt zu erstarren, wie ein Reh im Scheinwerferlicht, setzt die Dame dem Verbrecher nach. Dessen darauffolgende Einschüchterungsversuche zeigen keine Wirkung, scheinen den gerechten Zorn der kleinen Frau sogar regelrecht anzustacheln. Und als diese einen formvollendeten Tritt in die Eier des Mannes landet, ist bei ihm der Ofen dann eigentlich auch schon aus. Aber Strafe muss sein, und so markiert sie sein Gesicht abschließend noch mit einem tiefen Abdruck ihrer Schuhsohle, bevor sie sich ihr Handy schnappt und davonrennt.

Der seiner Manneskraft beraubte Mann erlebt daraufhin, wie es sich anfühlt, wenn die Menschen einfach an einem vorbeigehen, ohne zu helfen. Das nennt man dann wohl Karma!