Eine Insel, zwei Dörfer und 60.000 selbstgebaute Raketen. Was sich nach einem Vernichtungskrieg von apokalyptischen Ausmaßen anhört, ist glücklicherweise nur ein Megaspektakel rund um ein rituelles Ereignis in der Nacht zum Ostersonntag. Und zwar eine abenteuerliche Abschussorgie zwischen zwei Gemeinden, die sich von ihren Kirchendächern aus mit einem unfassbaren Arsenal an Feuerwerksraketen beschießen.

Bekannt ist dieses doch sehr verrückte, traditionelle Ritual unter dem Namen „Der Raketenkrieg von Chios“. Dieser Brauch geht auf das 19. Jahrhundert zurück, als die türkische Besatzungsmacht den Einwohnern das Feiern des Osterfestes verboten hatte, worauf die Kirchengemeinden durch gegenseitigen Beschuss mit Feuerwerksraketen einen Krieg vortäuschten, was den türkischen Besatzern einen enormen Schrecken einjagte und sich diese zurückzogen.

Der gegenseitige Beschuss schaut wirklich beeindruckend aus, auch wenn das Ganze nicht ganz ungefährlich erscheint. Außerdem wundert man sich bei Ansicht des Videos, dass sich beide Gemeinden noch nicht gegenseitig komplett abgefackelt haben. Überzeugt euch selbst in unserem Video des Tages!