Über Geschmack lässt sich vortrefflich streiten! Aber bei allem Unverständnis darüber, weshalb es Kerle gibt, die ihre Storchenbeine in legginsartigen Jeans demonstrativ zur Schau stellen, sollten wir dankbar sein über die Diversität unserer Vorlieben. Würden Frauen nämlich nicht auf verschiedene Arten von Männern stehen, sähe es für viele von uns ganz schön düster aus, und umgekehrt natürlich genauso. Doch für so individuell wir uns mit all unseren Faibles und Abneigungen auch halten, es gibt eine übergeordnete Instanz für den kollektiven Geschmack: Und der nennt sich Mode!

Anders ist es nämlich nicht zu erklären, dass Kerle der westlichen Welt plötzlich einen an fernöstliche Traditionen angelehnten Dutt auf dem Kopf tragen können, ohne schräg angeguckt zu werden. Oder erinnert ihr euch noch daran, als Frauen plötzlich alle der Meinung waren, dass riesige Augenbrauen wahnsinnig schick sind?! Zum Glück gehen viele Trends so schnell vorüber, wie sie gekommen sind. Andere Modeerscheinungen dagegen sind schon etwas hartnäckiger.

Eine, mit der wir es zum Beispiel schon sehr lange zu tun haben, ist das Schönheitsideal einer schlanken Frau. Zwar kam es in den letzten Jahrzehnten auch hier immer wieder zu Schwankungen bezüglich der bevorzugten Wahrnehmung, aber von einer klassischen Rubensschönheit sind auch die Models mit einem Big Mac in der Hand noch ungefähr 50 bis 70 Kilogramm entfernt.

Allerdings sind schlanke Körper nicht erst gefragt, seit es Frauenzeitschriften und Barbie gibt und mitnichten eine Erfindung der Neuzeit. Schon vor tausenden von Jahren galten Frauen als schön, die schmale Hüften hatten. Die vielzitierten drallen Dirnen aus dem Mittelalter, auf die vom Schlankheitswahn genervte Frauen gerne mal verweisen, stellen folglich nur einen kleinen Abschnitt auf dem historischen Maßband kulturgeschichtlicher Idealvorstellungen dar. Aber seht im folgenden Video am besten selbst, welchen Trends der weibliche Körper von der Zeit der Pharaonen bis heute unterworfen war.