Blitze gehören zu den faszinierendsten und zugleich auch gefährlichsten Wetterphänomenen überhaupt. Zwar gibt es Menschen, die einen oder sogar mehrere direkte Einschläge überlebt haben, darauf ankommen lassen würden wir es jedoch besser nicht. Immerhin kann so ein Blitz ohne weiteres einen riesigen Baum spalten, wie das folgende Video anschaulich demonstriert.

Es ist schon irgendwie verblüffend, dass die der natürlichen Blitzentstehung zugrundeliegenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten bis heute nicht abschließend erforscht sind. In der Hinsicht gibt es noch einiges zu klären. Was wir aber wissen ist, dass die bislang höchste gemessene Temperatur eines Blitzes für die Dauer einer millionstel Sekunde 30.000 Grad Celsius betrug. 

Zum Vergleich: Die Oberfläche der Sonne, oder genauer die sogenannte Photosphäre, bringt es gerade mal auf um die 5.500 Grad. Man könnte also rein theoretisch behaupten, dass es ungefährlicher ist die Sonne anzufassen, als einen Blitz. Schätzungen zufolge gibt es auf der gesamten Erde täglich 10 bis 30 Millionen Blitze, und damit 100 pro Sekunde. Allerdings schlagen nur 10 Prozent davon auch in den Boden ein, den Rest machen die Wolken unter sich aus. 

In unseren Breitengraden liegt die Blitzhäufigkeit zwischen 0,5 und zehn Einschlägen pro Quadratkilometer und Jahr. Am häufigsten kracht es im Schwarzwald, dicht gefolgt von der Rhein-Main-Gegend und dem Rhein-Neckar-Dreieck. Allerdings ist die Häufigkeit sehr stark von der Jahreszeit abhängig. Während es im Juli und August zu verhältnismäßig vielen Blitzeinschlägen kommt, ist der Januar so gut wie blitzfrei. 

Außerdem sind Großstädte stärker betroffen, was Experten zufolge auf die Luftverschmutzung und das Stadtklima zurückzuführen ist. Wie ihr euch am besten zu verhalten habt, wenn ihr von einem Gewitter überrascht werdet, lest ihr hier.