Es ist mal wieder an der Zeit für einen echten Teufelskerl – genauer gesagt, für einen Basejumper der besonderen Art. Bevor ihr jetzt gähnt und ermüdet abwinkt: Nein, wir zeigen euch hier nicht den x-ten Typen, der sich im Wingsuit oder mit einem Fallschirm von einem Dach wirft. Denn die sehen, wohin sie fallen/fliegen. Nein, der Mann aus diesem Video springt ins wahrhaftig Ungewisse, in die absolute, allumfassende Dunkelheit. Oder wie viele Leute kennt ihr, die unter Wasser basejumpen?

Mit 202 Metern Tiefe ist „Dean’s Blue Hole“ auf Long Island in den Bahamas eines der tiefsten seiner Art. Blue Holes, das sind tiefe, lichtlose Abgründe und Trichter in den Oberseiten sogenannter „Küstensaumriffe“. Salzwasser-Gruben mit Höhlen, deren Boden kein Sonnenstrahl berührt, bei denen man sich unweigerlich fragt: Haust darin etwas? Wie ist es, in die Abwesenheit allen Lichts zu tauchen? Wie fühlt es sich an, ganz ohne Geräte oder Scheinwerfer hinunterzugleiten in der vagen Hoffnung, den Boden irgendwann zu erreichen? Wie viele geben vorher auf?

Freediver und Apnoe-Taucher pilgern regelmäßig zu Orten wie diesem. Auch der Teufelskerl aus diesem Video gehört zu ihnen. Der hört auf den Namen Guillaume Nery. Was er dort tut, ist kein Anblick für Menschen, die panische Angst vor tiefem Wasser oder der Dunkelheit haben. Wie alle Freediver verzichtet der Mann mit dem rekordverdächtigen Lungenvolumen auf Pressluftflaschen und Ausrüstung und zeigt uns einen „Basejump“ der ganz besonderen Art, wenn er sich in „Dean’s Blue Hole“ im Nordatlantik stürzt.