In den USA begegnet man dem Thema Weihnachtsbeleuchtungen auf eine Weise, die sich dem gemeinen Europäer wohl nicht so leicht erschließen wird. Ganze Nachbarschaften liefern sich ausufernde Rivalitäten, wer denn wohl die tollste, hellste, beeindruckendste Lichtanlage zum Fest der Liebe liefert. Klar, dass bei so viel Liebe zu einer Sache die Dinge auch schon mal außer Kontrolle geraten können. So wie bei diesem Nachbarschaftsstreit, der kurios ausgeufert ist…

Die nun folgenden Bilder stammen aus Pittsburgh in Pennsylvania, genauer aus der Gemeinde Ross: Bill Ansell ist Elektriker und jedes Jahr zu Weihnachten liefert er seinen Nachbarn ein ebenso verstörendes wie schwer zu ignorierendes Schauspiel: eine Weihnachtsbeleuchtung des Grauens. Die martert seine Anrainer nicht nur mit flackernden Strobo-Lichtern, sondern auch mit kopflosen Engeln und Elfen oder einem Weihnachtsmann, der eine gelbe Glasfaser-Lichtschlange „pinkelt“.

Ansell untermalt seine Folter-Christmas mit Plakaten, mit denen er den Einwohnern von Ross seit Jahren unter die Nase reibt, warum sie diese Weihnachtsbeleuchtung aus der Hölle erdulden müssen: Früher hatte er es geliebt, seine Nachbarn mit einer tollen X-Mas-Deko zu beeindrucken. Ganzjährig! Eine der Anwohnerinnen hat ihn mutmaßlich gebeten, das Ganze zumindest zur Abendbrotzeit während des Erntedankfests(!) ein wenig zu reduzieren, weil sie und ihre Familie sich gestört fühlten.

Für Ansell scheinbar eine Kriegserklärung – der Elektriker benutzte seine Fähigkeiten, um eine besonders (ver)störende, gnadenlose Art der Weihnachtsbeleuchtung zu konstruieren … So kann es gehen, wenn sich Nachbarn in die Köppe bekommen…