Verbraucherschützer: Forderung nach umgehendem 29-Euro-Ticket – Millionen Menschen in Deutschland haben das 9-Euro-Ticket mit Freude genutzt, um mit der vergünstigten Monatskarte durch das Land zu reisen. Doch dieser Teil der Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung läuft im August 2022 ab. Ab diesem Zeitpunkt wird das Fahren mit Bus und Bahn dann wieder merklich teurer.

Das soll nicht so bleiben, zumindest wenn es nach der Chefin der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Ramona Pop, geht. Denn sie fordert nun, dass zeitnah nach dem Ablauf des 9-Euro-Tickets eine vergünstigte Ticket-Alternative geschaffen wird. Ramona Pop gegenüber der Funke Mediengruppe: „Wir fordern eine Fortführung mit einem 29-Euro-Ticket ab September“.

„Wir müssen den Umstieg auf den Öffentlichen Nahverkehr fördern.“

Nach Pop zeigen vor allem die Verkaufszahlen des 9-Euro-Tickets inklusive der vollen Züge, dass die Menschen in Deutschland die vergünstigten Monatskarten auch nutzen würden. Zudem mache es der günstigere Preis für Bus- und Bahnfahrten für viele Menschen schlicht bezahlbar, eben auch klimaverträglich mobil zu sein. Ramona Pop weiter:

„Wir müssen den Umstieg auf den Öffentlichen Nahverkehr fördern. […] Wenn man den Umstieg ernst meint, muss man dafür Geld in die Hand nehmen.“ Diesbezüglich forderte Pop, dass man in Zukunft aber auch das Angebot vor allem im ländlichen Raum ausbauen müsse. Denn: „Der Abbau von Bahnstrecken in den vergangenen Jahrzehnten war eine Fehlentscheidung“.