Verbraucher: Diese Änderungen kommen im Oktober – Bereits im September gab es einige Änderungen für Verbraucher in Deutschland wie die Elterngeldreform oder das zwischenzeitliche Ende der Corona-Arbeitsschutzverordnung. Doch auch im nun anstehenden Monat Oktober kommen weitere Änderungen hinzu.

Dazu zählen nicht nur die alljährlichen Zeitumstellungen, sondern auch digitale Krankschreibungen, fällige Steuererklärungen, eRezepte oder der Energiekostenvergleich an Tankstellen. Wir haben euch nachfolgend die wichtigsten Änderungen aufgelistet, die auf Verbraucher im Oktober 2021 zukommen.

Energiekostenvergleich an Tankstellen

Bereits ab dem 1. Oktober müssen Tankstellen eine Tafel mit einem Energiekostenvergleich anbringen. Darauf soll man die Kosten ablesen können, die für die jeweiligen Energieträger – Wasserstoff über Strom bis Superbenzin – anfallen. Die Zahlen sollen künftig dann über ein gelborangenes Schild Autofahrern aufzeigen, was man sparen würde. Mit dieser Maßnahme will man die Verbraucher für alternative Antriebe sensibilisieren.

Corona-Schnelltests

Ab dem 11. Oktober wird das Bürgertestangebot laut der neuen Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums gestrichen. Von da an müssen ungeimpfte Personen ihre Corona-Schnelltests in den meisten Fällen selbst bezahlen. Davon ausgeschlossen sind Menschen, die sich noch nicht impfen lassen können sowie Kinder unter zwölf Jahren. Sowohl Kinder von 12 bis 17 Jahren als auch Schwangere erhalten indes noch eine Übergangszeit, weshalb sie noch bis zum 31. Dezember 2021 einem Corona-Schnelltest pro Woche kostenfrei erhalten.

Digitale Krankschreibung

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss ab dem 1. Oktober nicht mehr vom Versicherten selbst an die Krankenkasse übermittelt werden, sondern dies übernehmen dann die Vertragsärzte. In Praxen, wo dies noch nicht möglich ist, gibt es eine Übergangsregelung bis Ende 2021. Generell gibt es aber noch eine Krankschreibung in Papierform für den Arbeitgeber, die auch weiterhin vom Patienten selbst an dessen Arbeitgeber übermittelt werden muss.

Elektronische Arzneimittelrezepte

Ab dem 01. Oktober können Arztpraxen bundesweit elektronische Arzneimittelrezepte ausstellen. Diese eRezepte können Patienten dann per Smartphone verwalten. Ein Rezept auf Papier ist aber weiterhin möglich. Erst ab Januar 2022 wird das eRezept für verschreibungspflichtige Medikamente Pflicht.

Inkassogebühren

Die Reform des Inkassowesens durch die Bundesregierung tritt in Kraft. Hierbei sollen Verbraucher vor zu hohen Kosten geschützt werden, sobald sie ihre Rechnungen nicht mehr fristgerecht zahlen können. Schuldner, die nach dem ersten Mahnschreiben ihre Forderungen bezahlen, sollen nur noch einen Gebührensatz von 0,5 zahlen, anstatt der von Inkassodienstleistern geforderten 1,1. Die Reform will generell die Geschäftsgebühr bei Forderungen auf einen Satz von 0,9 senken. Eine neue Wertstufe von 18 bis 36 Euro anstatt der 45 Euro soll zudem Verbesserungen bringen.

Steuererklärung

All jene, die verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben, haben noch bis zum 31. Oktober 2021 Zeit dafür. Allerdings ist dies ein Sonntag, weshalb man noch einen Tag länger, also bis zum 1. November Zeit hat. Und wer in einem Bundesland wohnt, an dem der November ein Feiertag ist, hat sogar bis zum 2. November 2021 Zeit, seine Steuererklärung für 2020 einzureichen.

Heckenschnitt

Der Herbst steht an und damit auch die letzten Arbeiten im Garten, bevor der Winter naht. Ab dem 1. Oktober darf man hierfür auch wieder seinen Hecken, Sträuchern und Bäumen einen Radikalschnitt verpassen. Zwischen dem 1. März bis 30. September sind ja bekanntlich aus Naturschutzgründen nur schonende Form- und Pflegeschnitte erlaubt.

Zeitumstellung

Die gute alte Zeitumstellung steht auch wieder in diesem Jahr an. Zwar sollte die EU es ganz abschaffen, dies hat aber abermals nicht funktioniert. Somit heißt es in der Nacht von Samstag, den 30. Oktober auf Sonntag, den 31. Oktober die Uhren um eine Stunde zurück auf die Winterzeit zu stellen.

Quelle: n-tv.de