Veganer oder Fleischesser, wer gewinnt?: Zwillings-Leistungssportler treten zum Ernährungs-Duell an – Die Frage, ob vegane Ernährung mögliche Resultate bei Sportbegeisterten wie Bodybuildern gefährden könnte, dürfte nicht nur für Veganer interessant sein. Zwei Brüder, noch dazu eineiige Zwillinge, gingen ihr auf den Grund. Hugo und Ross Turner beschlossen, zum Test anzutreten.

Hugo verzichtete für das Projekt vollständig auf tierische Produkte, während sich Ross weiterhin von Fleisch, Milchprodukten und Fisch ernährte. Zwei Wochen dauerte der Versuch des Duos, der in Zusammenarbeit mit dem Kings College London in Form einer Studie durchgeführt wurde. Beide nahmen täglich exakt dieselbe Menge an Kalorien zu sich und führten die gleichen Sportübungen durch.

Hugo fiel der Wechsel auf eine rein pflanzenbasierte Ernährung nicht leicht.

Doch er betonte in einer Unterhaltung mit der britischen „BBC“ ebenso, dass er sich nach der Umgewöhnungsphase energiegeladener fühlte. Wörtlich sagte Hugo Turner im Interview: „Ich habe mich vegan ernährt, und das ist wirklich ein Schlag für den Körper. Ich glaube, in den ersten paar Wochen hatte ich regelrecht Gier auf Fleisch, Milchprodukte und Käse.

Ich liebe Käse. Ich musste nun Obst und Nüsse und Alternativen ohne Milchprodukte essen – und das bedeutete, dass ich viel mehr gesunde Lebensmittel zu mir nahm, was wiederum bedeutete, dass mein Zuckerspiegel tagsüber viel gesättigter war. Ich hatte das Gefühl, dass ich mehr Energie hatte.“

Sein Zwillingsbruder betonte, dass es mit seiner sportlichen Leistung bei Fleischkonsum „etwas mehr Auf und Ab ging“.

Auch er habe Tage gehabt, an denen er sich „sehr energiegeladen“ gefühlt habe, und andere, an denen er „starke Flauten“ verspürte. Die Energieniveaus seines Bruders Hugo blieben bei veganer Ernährung hingegen ähnlich hoch. Dafür sank die Vielfalt seiner nützlichen Darmbakterien „stark“, während die des fleischessenden Zwillings Ross keinen Abfall verzeichnete. Damit war Ross etwas weniger anfällig für Krankheiten.

Zudem wurde Ross klar, dass er sich im Vergleich zu seinem pflanzlich ernährenden Bruder alltäglich von jeder Menge verarbeiteter Speisen ernährte. Das Ergebnis am Ende der zwölfwöchigen Studie fiel vergleichsweise verblüffend aus: Die beiden Männer und das Expertenteam stellten keine große Veränderung oder gar Unterschiede zwischen den beiden Sportlern fest. Lediglich die Cholesterinwerte des vegan lebenden Hugos waren auf einen Wert „außerhalb der Skala“ gesunken.

Er hatte zudem Gewicht verloren und seinen Schutz gegen Diabetes Typ 2 stark erhöht.

Am Anfang der zwölf Wochen wog Hugo 185 Pfund, sein Körperfettanteil betrug dreizehn Prozent. Die Werte sanken auf 181 Pfund und einen Körperfettanteil von zwölf Prozent. Ross legte durch die rein tierische Ernährung zehn Pfund an Muskeln zu, doch auch sein Körperfett stieg von dreizehn Prozent auf fünfzehn Prozent.

Quelle: ladbible.com