Väter sind Arbeitstiere, die Beruf und das Papasein perfekt unter einen Hut bekommen. Männer, die diesen Fulltime-Job ohne Probleme deichseln. Doch das ist ein allgemeiner Irrglaube, wenn es nach einer neuen Forsa-Umfrage geht. Das Optimum wäre, das eigene Kind aufwachsen zu sehen und gleichzeitig einen Vollzeitjob erfolgreich auszuüben. So geht es vielen Männern, doch scheitern viele genau deshalb oder geraten schlichtweg unter enormen Druck.

Eine Studie des Forsa-Instituts für die Zeitschrift „Eltern“ hat herausgefunden, dass Wunsch und Wirklichkeit hierbei extrem auseinanderklaffen. Im September und Oktober befragte das Institut mehr als 1000 Väter und Stiefväter zwischen 20 und 55 Jahren. Dabei kam heraus, dass Männer hin- und hergerissen sind zwischen dem traditionellen Bild als Ernährer der Familie und dem idealen Vater, der die Entwicklung des Kindes auf Schritt und Tritt verfolgt.

Moderne Väter wollen allesamt so viel Zeit wie möglichst mit ihrem Nachwuchs verbringen. Dagegen steht allerdings fast immer ein Vollzeitjob, den sie auch nicht missen wollen. Eine schwierige Situation, die laut der Studie viele Väter belastet und extrem unter Druck setzt.

54 Prozent der befragten Väter gaben an, das Gefühl zu haben, nicht ausreichend für das Kind da zu sein. Außerdem würde sie deshalb immer wieder ein schlechtes Gewissen plagen. Nach der Forsa-Studie arbeiten 9 von 10 Vätern ganztags. 43 Prozent gaben zwar an, mehr Zeit mit der Familie verbringen zu wollen, aber nur ein Drittel würde auch die Arbeitszeit verkürzen. Nur 4 Prozent der befragten Väter arbeiten in Teilzeit.