Zurzeit überziehen heftige Gewitter das Land. Von daher kann es nicht schaden, sein Wissen über Blitzschlag auf den neuesten Stand zu bringen. Die alte Volksweisheit „Eichen sollst du weichen und Buchen sollst du suchen“ hilft schließlich nur in den seltensten Fällen weiter. Was also tun, wenn während eines Unwetters entweder kein passender Baum in der Nähe ist, oder man eine Eiche nicht von einer Buche unterscheiden kann?

Generell gilt, dass ihr nicht in einer Gruppe von Menschen Schutz suchen solltet, wenn ihr in der freien Natur von einem Gewitter überrascht werdet. Denn neben der Gefahr, direkt von einem Blitz getroffen zu werden, drohen auch Blitzüberschläge. Von daher sollte auch die Nähe zu vielen Gegenständen vermieden werden.

Jeder für sich

Laut dem Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) ist es am klügsten, sich einzeln in eine Bodenmulde zu kauern, dabei in die Hocke zu gehen, die Füße geschlossen zu halten, die Arme um die Knie zu legen und den Kopf runter zu nehmen. Der Abstand zu anderen Menschen sollte mindestens einen Meter, besser aber drei Meter betragen. Und auch wenn es schwerfallen mag, gilt dies freilich auch für die eigenen Kinder oder den Hund. Wirklich safe seid ihr erst wieder, wenn ihr eine halbe Stunde keinen Donner mehr vernommen habt.

Vorsicht bei Regenschirmen! Mitten in der Stadt sicherlich kein Problem. Da die Dinger jedoch meistens aus Metall bestehen, kann ein Regenschirm auf freier Fläche schnell zur tödlichen Gefahr werden. Gleiches gilt natürlich für Golfschläger, Trolleys oder ähnliches Gepäck.

Runter vom Rad

Der VDE empfiehlt, derlei Gegenstände auf der Suche nach einem sicheren Unterschlupf am besten zurückzulassen. Ebenso das Fahrrad, welches ebenfalls aus Metall besteht und damit die Wahrscheinlichkeit erhöht, von einem Blitz getroffen zu werden. Seid ihr also mit dem Rad oder auch dem Motorrad unterwegs, unterbrecht bei Gewitter eure Fahrt, geht auf mindestens drei Meter Abstand zu eurem Gefährt und geht entweder auf Asphalt in die Hocke oder sucht besser noch Schutz in einem Gebäude.

Im Haus wiederum ist darauf zu achten, dass man Kontakt zu allen metallenen Leitungen vermeidet, die von außen ins Haus führen, so das Gebäude denn nicht über ein entsprechendes Blitzschutzsystem verfügt. Derlei Leitungen können Wasser-, Gas-, Strom- oder Telefonleitungen sein sowie das Antennenkabel oder auch die Fernwärmeversorgung.

Das bedeutet natürlich auch, dass ihr während eines Unwetters keine ungeschützten Telefonanlagen nutzen und das Duschen sowie das Baden vermeiden solltet. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, ist zudem gut damit beraten, alle Stecker von seinen Elektrogeräten zu ziehen.

Quelle: tag24.de