Wenn man wirklich in der Tinte sitzt und Not am Mann ist, ist man froh, dass es sie gibt: Rettungskräfte, Feuerwehrleute und Polizisten, die täglich alles tun, um Menschenleben zu retten. Doch es gibt Zeitgenossen, die sehen das anders. Etwa ein Mann aus Berlin, der wütend wurde, weil Einsatzkräfte bei der Lebensrettung eines kleinen Jungen in einem Kindergarten sein Auto zuparkten. Oder das Glanzlicht der Menschheit aus nun folgendem Beispiel:

Im englischen Birmingham ging es nämlich ganz ähnlich zu: Dort hinterließ ein aufgebrachter Kraftfahrer eine Notiz an der Scheibe des Notarztwagens, die wie folgt klingt: „Ihr mögt vielleicht Leben retten, aber parkt euren Van nicht an einem dummen Platz und blockiert meinen Weg.“ Tja, kluge Leute wissen: Alles wirklich Wichtige in einem Satz kommt erst nach dem „aber“, der Rest vorher ist eine relativierende Lüge. Sinngemäß also: Ihr Witzfiguren mögt Leben retten – mein Auto ist mir wichtiger! Nicht schlecht, Kumpel.

Entsprechend fassungslos reagierte auch der West Midlands Ambulance Service (WMBS) in einem Twitter-Posting: „Manchmal weiß man einfach nicht, was man sagen soll. Diese Nachricht wurde heute an einem Krankenwagen hinterlassen. Zu dieser Zeit half die Crew gerade einem Mann, dem es ziemlich schlecht ging. Er spuckte Blut.“ Der Patient wurde ins Krankenhaus verbracht. Der Einsatz habe laut Informationen des britischen „Mirror“ dabei gerade mal eine halbe Stunde gedauert – zu lang für den Zettelschreiber.

Dem Herrn ist nur zu wünschen, dass er sich niemals selbst  in einer solchen Zwangslage wiederfindet. Ein Sprecher des Krankenhauses zu der Situation: „Unsere Mitarbeiter versuchen stets, rücksichtsvoll zu parken, aber manchmal bleibt dafür eben keine Zeit. Tut uns leid, aber Patienten haben nun mal Vorrang.“ Aber. Siehe oben. Patienten haben Vorrang, das muss euch nicht leidtun.

Schlimm genug, dass man 2017 noch auf so eine Selbstverständlichkeit hinweisen muss.

Quelle: tag24.de