Dass man in China in Sachen Architektur auch gerne… sagen wir mal unkonventionelle Wege geht, beweist alleine schon das 121 Meter hohe „Liebian Building“ in der südwestchinesischen Stadt Guiyang auf eindrucksvolle Weise, dessen Spitze ein Wasserfall entspringt. Ein Wunderwerk der Baukunst, keine Frage. Aber so faszinierend wir den Anblick und die Idee auch finden, gegen das was ihr im folgenden Video gleich sehen werdet, ist nie Nummer fast schon simpel zu nennen.

Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Der Wasserfall ist ganz offiziell genehmigt und gebaut worden. Die künstliche Bergspitze auf dem Dach eines Hochhauses der chinesischen Hauptstadt Beijing hingegen, wurde heimlich still und leise errichtet. Wie das gelungen ist, stellt ein verblüffendes Rätsel dar.

Zwar meldeten die Anwohner immer mal wieder „seltsame Aktivitäten“ auf dem Dach, allerdings bedurfte es erst eines Satelliten-Fotos, um die Öffentlichkeit auf die aufwändige Luxus-Anlage aufmerksam zu machen. Diese ist immerhin gut zwei Stockwerke hoch, verfügt über einen Swimming-Pool, ein Sonnen-Deck und sogar einen ganzen verdammten Weinberg. Und den Bewohnern des Hauses fiel außer dem Lärm, ungewöhnlich langen Wartezeiten auf dem Lift und immer mehr Rissen in den Wänden nichts auf?!? Eine logistische Meisterleistung des Erbauers!

Eine Drohne brachte schließlich das gesamte Ausmaß der unglaublichen Dachkonstruktion ans Licht und rief die Behörden auf den Plan, aus deren Sicht der künstliche Berg ein Sicherheitsrisiko darstellt. Der Besitzer wurde aufgefordert, in 15 Tagen wieder abzubauen, was zu errichten dem Video zufolge 6 Jahre dauerte. Mittlerweile ist angeblich ein Jahr vergangen, und die Bauarbeiter auf dem Dach sind immer noch mit dem Abriss beschäftigt.