Schenkt man manchen Quellen Glauben, ist die Cannabis-Legalisierung nur noch eine Frage der Zeit. Dann können auch Deutsche ihr Gras einfach beim legalen Drogen-Shop ihres Vertrauens erwerben. Doch die große Mehrheit der Bundesbürger hat daran überhaupt kein Interesse, ist sogar dagegen. Dies hat eine Forsa-Umfrage ergeben.

Satte 63 Prozent der Deutschen möchten, dass das geltende Cannabis-Verbot in Kraft bleibt, dies hat die Umfrage offenbart. Die deutliche Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer legte ihr Veto gegen eine Absicht ein, mündigen Erwachsenen zukünftig ihre Rauschmittel für den Eigengebrauch in speziellen Fachgeschäften zugänglich zu machen. Somit unterstützt gerade mal ein Drittel der Bundesbürger einen solchen Vorstoß. Bislang sind hierzulande sowohl Erwerb als auch Besitz von Cannabis untersagt.

Lediglich Ärzte dürfen die Substanz seit Anfang 2017 als Schmerzmittel verschreiben. FDP und Grüne offenbarten für die Sondierungsgespräche zur Jamaika-Koalition, Cannabis legalisieren zu wollen. CDU und CSU sprechen sich dagegen aus. 1000 Deutsche waren vom renommierten Forsa-Institut zu dem Thema befragt worden. Dabei offenbarte sich, dass bestimmte Gruppen noch deutlicher gegen eine etwaige Cannabis-Legalisierung sind als der Durchschnitt: Frauen (70 Prozent), ältere Befragte ab 60 (72 Prozent) sowie Unions- und SPD-Wähler (je 72 Prozent).

Bei den Männern waren nur etwas mehr als die Hälfte dagegen. Für eine Legalisierung des Eigengebrauchs sprachen sich hingegen insbesondere Teilnehmer unter 30 Jahren (43 Prozent), Anhänger der Linkspartei (55 Prozent), der Grünen (46 Prozent) sowie der AfD (41 Prozent) aus.

Quelle: spiegel.de