Um Gegenmittel zu testen: Mann lässt sich von Galeeren-Qualle nesseln – Wer als Kind an Nord- oder Ostsee spielte oder beim Badeurlaub im Mittelmeer daran geriet, wird die Begegnung mit den Nesselzellen einer Qualle so schnell nicht vergessen. Doch Feuerquallen und dergleichen sind noch vergleichsweise harmlos – das Gift der Portugiesischen Galeere soll ungleich schmerzhafter sein. Nichts, dass man sich freiwillig antun würde. Sollte man meinen.

So stark ist das Gift der Portugiesischen Galeere, dass es für Allergiker nur durch bloße Berührung tödlich sein kann. Fast 1000 Nesselzellen pro Zentimeter, so die Bestückung der Tentakel der Galeere – deren Arme können bis zu 50 Meter hinter dem eigentlichen blasenförmigen Körper durch das Meer treiben.

Treibende Staatsqualle

Eigentlich ist die Portugiesische Galeere eine sogenannte Seeblase, die an der Oberfläche schwimmt und sich vom Wind treiben lässt. Man spricht auch von Staatsquallen, weil jede Galeere im Prinzip ein Mischwesen aus Dutzenden Polypenarten ist, die sich auf bestimmte Aufgaben ihres gemeinschaftlichen Körpers „geeinigt“ haben.

Im englischsprachigen Raum nennt man die Galeeren auch „Floating Terror“ – „Treibender Schrecken“: Die sehr langen Nesseltentakel können selten auch geübten Schwimmern zum Verhängnis werden, wenn durch Gift und Schmerzen der Körper verkrampft. Sie hinterlassen Spuren wie von Peitschenhieben und mitunter greift das Giftgemisch die Lymphknoten an.

Warum also tut sich jemand so etwas an?

Bekannt wurde der YouTube-Kanal „Brave Wilderness“ des Tierfilmers Coyote Peterson vor allem durch verschiedene Selbstversuche, bei denen sich Peterson von verschiedenen besonders schmerzhaften Insektenstichen traktieren ließ. Die Videos faszinieren Unmengen von Zuschauern. Diesmal ist es Peter Sands Kollege Mark, der für das Schmerzexperiment herhalten darf.

Aus durchaus lehrreichen Gründen: Allein in Australien werden jährlich Zehntausende von Portugiesischen Galeeren verletzt – es gibt aus diesem Grund einige Gegengifte und Hilfsmittel. Um deren unterschiedliche Wirksamkeit nachzuweisen, lässt sich Mark gleich an beiden Armen nesseln. Ob da gutgeht?

Quelle: wikipedia.org