Frau erschuf 20 Instagram-Fakeprofile, um Ex zu belasten – Weil sie Lügen über ihren Exfreund verbreitete, dazu zehnmal die Polizei für ihre Zwecke missbrauchte und überdies „20 bis 30 falsche Instagram-Accounts“ erschuf, wandert eine Frau nun ins Gefängnis. Mit den Konten in dem sozialen Netzwerk hatte sie sich selbst „ekelerregende“ vermeintliche Drohungen geschickt, mit denen sie ihren Exfreund als angeblichen Stalker und Gewalttäter belasten wollte. Den kostete die toxische Weiblichkeit der Dame den Beruf und beinahe die geistige und körperliche Gesundheit.

Die 20-jährige Courtney Ireland-Ainsworth aus dem englischen Brackendale trieb das falsche Spiel mit ihrem früheren Freund Louis Jolly (22). Zehnmal tätigte sie die Aussage bei der Polizei, Louis hätte angedroht, sie zu erstechen, würde sie belästigen und sie stalken. Das Ergebnis: Der 22-Jährige wurde sechsmal verhaftet, verbrachte insgesamt 81 Stunden in Untersuchungshaft. Ihm wurde Körperverletzung zur Last gelegt, eine einstweilige Verfügung gegen ihn erlassen, sich der Ex zu nähern.

Zudem bekam er Hausarrest samt elektronischer Fußfessel.

Die schweren Vorwürfe kosteten den Mann seinen Beruf, ihm wurde gekündigt. Wörtlich heißt es seitens der Anklage in den Aufzeichnungen des Gerichts gegenüber Courtney Ireland-Ainsworth: „Sie haben über fünf Monate lang ein völlig fiktives, aber vordergründig glaubwürdiges Netz aus toxischem Betrug aufgebaut. Sie gaben an, dass nach seiner Verhaftung das Stalking schlimmer wurde. Sie legten Bilder von Sachbeschädigungen und von Ihnen selbst vor, wo Sie sagten, er habe Sie mit einem Stanley-Messer gestochen, und auf Ihrer Brust sei eine Narbe zu sehen.“

In ihrer vierten Aussage am 21. Oktober 2020 gab die Angeklagte zu Protokoll, Louis hätte zu ihrem neuen Freund gesagt: „Warte, bis ich sie treffe, diesmal bekommt sie ein verfluchtes Messer bis zum Anschlag in die Brust.“ Die Verleumdungen setzten dem Ex-Freund zu. Louis vor Gericht: „Ich nahm infolge all dessen ab. Es beeinflusste meinen Schlaf – ich konnte mich nicht mehr entspannen. Ich stellte fest, dass ich Schlafstörungen bekam und wenn ich doch einschlief, wurde der Schlaf unterbrochen.“

Weiter führte Louis Jolly aus:

„Ich habe Panikanfälle erlebt. Ich stellte fest, dass ich überreizt war, schnell erschrak, insbesondere nachts oder wenn jemand an meine Vordertür klopfte. Als ich ganz unten war, hatte ich das Gefühl, das Leben sei nicht mehr lebenswert und dass ich tot besser dran sei.“ Bei ihren Ermittlungen kam die Polizei der Tatsache auf die Schliche, dass mit den zwei E-Mail-Adressen von Ireland-Ainsworth mindestens 17 Instagram-Konten erschaffen worden waren – die IP-Adressen führten zu ihrem Haus und ihrem Smartphone.

Am 12. Dezember 2020 klickten die Handschellen: Die Frau wurde verhaftet, vernommen und der Staatsanwaltschaft vorgeführt. Kurz darauf wurden die Vorwürfe aufgrund von Stalking und Körperverletzung gegen Louis Jolly fallengelassen. Staatsanwalt Paul Blasberry: „Während des Gesprächs versuchte sie, ihre Taten herunterzuspielen. Schließlich gab sie es zu. Sie gab an, dass ihr Ex-Freund Mr. Jolly sie belästigt habe, aber um die Polizei dies glauben zu machen, habe sie falsche Nachrichten geschickt, damit diese die Sache auch ernst nähme.“

Verteidiger Jim Smith erläuterte, seine Mandantin, zu dem Zeitpunkt 19, leide an einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Smith wörtlich: „Sie hätte diesen Zusammenbruch [der Beziehung] fundamental anders verarbeitet als jede andere Person, die nicht an einer geistigen Erkrankung leidet. Die Angeklagte und ihre Familie bereuen sehr, was sich in diesem Fall ereignet hat.“ Richter Ian Harris war nicht überzeugt. Er wandte sich an die Angeklagte: 

„In dem Bericht vor der Urteilsverkündung haben Sie zugegeben, dass Sie sich selbst Nachrichten von 20 bis 30 gefälschten Instagram-Konten geschickt haben, die Sie eingerichtet haben. Sie sagten, ich zitiere: ‚Sie wollten Herrn Jolly verletzen und haben nicht erkannt, dass Ihr Handeln egoistisch war‘. Sie haben einem völlig unschuldigen Mann und seiner Familie unermesslichen emotionalen Schaden zugefügt. Er litt monatelang unter Qualen.“

Harris verurteilte Courtney Ireland-Ainsworth zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten und verhängte eine zehnjährige einstweilige Verfügung gegen sie, sich Louis Jolly zu nähern. Harris schloss sein Urteil:

„Ich spreche der Familie Jolly mein tiefes Mitgefühl für das aus, was sie durch Sie erleiden musste.“

Quelle: ladbible.com