Nicht erst im Mittelalter, als die Menschen noch eine sehr rudimentäre Vorstellung von Medizin besaßen, gab es sehr gute Gründe dafür, sich als Soldat zu rüsten. Niemand wollte mit einem mehrzölligen Stück Eisen aufgeschlitzt werden, also entstanden parallel zu den immer besser werdenden Waffen auch Rüstungskonzepte und Schilde, die den Körper besser vor den Auswirkungen von Schwertern und Streitkolben schützen konnten.

Zu den beiden Herren in diesem Video hat sich das Ganze offenkundig nicht durchgesprochen, denn die lassen den Körperschutz aus uns unbekannten Gründen einfach mal weg. Dafür bekommt einer der beiden auch prompt die Quittung. Doch was sehen wir hier? Einer der beiden Trainingspartner hält eine einhändige Streitaxt oder Franziska in die Kamera.

Sein beleibter Trainingspartner geht mit Holzhammer und „Schild“ an den Start. Die Anführungszeichen deshalb, weil das dünne Stück Sperrholz auf seinem Unterarm kaum den ersten Treffer des scharfen Axtblatts verkraftet. So entfaltet sich des Dramas zweiter Akt vor unseren Augen und es kommt, wie es kommen muss – die Axt dringt durch den lächerlichen „Schutz“ – und es fließt Blut.

Es wird uns immer unbegreiflich bleiben, warum Leute, die mit echten Nahkampfwaffen trainieren, auf die dazugehörigen echten Rüstungen verzichten …