Möchtest du mit dem Rauchen aufhören? Früher galt Rauchen als cool und viele Menschen fingen damit an, weil Freunde und Familienangehörige es taten und die Zigarette zum geselligen Beisammensein dazugehörte. Heute dagegen ist Rauchen out und dass es viele negative Folgeerscheinungen mit sich bringt, ist jedem bekannt. Dennoch handelt es sich beim Rauchen um eine starke Sucht und um vom Glimmstengel loszukommen, braucht man einen festen Willen und das eine oder andere Hilfsmittel. Die Tipps in diesem Artikel helfen dir, endlich rauchfrei zu werden.

Rauchen stinkt, kostet Geld, lässt einen schneller altern und kann vielfältige schwerwiegende Gesundheitsprobleme nach sich ziehen. Die Zeiten, in denen Rauchern ein verwegenes und cooles Image anhaftete, sind längst vorbei. Heutzutage werden Raucher eher mitleidig angeguckt. Höchste Zeit also, mit dem Rauchen aufzuhören, allerdings ist dies meist nicht so einfach. Immerhin handelt es sich um eine starke Sucht, für die das Alkaloid Nikotin hauptverantwortlich ist, das in Kombination mit anderen Substanzen im Tabakrauch zu einem hohen Abhängigkeitspotential führt. Bekommt der Körper plötzlich kein Nikotin mehr, stellen sich Entzugserscheinungen ein, wie schlechte Laune, erhöhte Reizbarkeit, Nervosität und Müdigkeit, die in Verbindung mit dem starken Verlangen nach einer Zigarette dazu führen, dass viele Raucher früher oder später doch wieder zum Glimmstängel greifen. Es lohnt sich allerdings durchzuhalten, denn nach einigen Tagen klingen die Symptome in der Regel langsam ab und es gibt etliche Möglichkeiten, solche Entzugserscheinungen zu bekämpfen. Mit unseren Tipps steigen die Chancen, das lästige Rauchen endlich hinter sich zu lassen und in ein neues, gesünderes Leben zu starten.

Nikotin-Ersatzpräparate verwenden

Wenige Sekunden nach dem Zug an einer Zigarette gelangt das Nikotin in die Blutbahn, regt im Gehirn verschiedene Nervenzentren an und entfaltet eine stimulierende und gleichzeitig entspannende Wirkung. Je mehr Zigaretten Sie konsumieren, desto mehr Nikotinrezeptoren entwickeln sich im Gehirn, die ihre gewohnte Dosis des Alkaloids erwarten. Das macht sich durch Rauchverlangen bemerkbar. Bekommt der Körper plötzlich kein Nikotin mehr, sind unliebsame Entzugserscheinungen wie Nervosität und Reizbarkeit die Folge. Um diese bei einem Rauchstopp zu verhindern bzw. zu minimieren, empfehlen sich Nikotin-Ersatzpräparate wie Nikotinpflaster, Nikotinkaugummi oder Nikotinspray. Dadurch erhält der Körper das ersehnte Nikotin ohne die schädlichen Inhaltsstoffe des Zigarettenrauchs. In diesem befinden sich neben dem Nikotin rund 4.800 chemischen Substanzen, von denen etwa 70, wie zum Beispiel Kohlenmonoxid, Blausäure und Dioxin, als stark gesundheitsschädlich gelten. Allen diesen Schadstoffen, die beim Verbrennen des Tabaks entstehen, bist du bei Nikotin-Ersatzpräparaten nicht ausgesetzt.

E-Zigaretten sind laut Studien eine weniger schädliche Alternative zur herkömmlichen Zigarette, weil auch hier kein Tabakrauch entsteht. E-Zigaretten werden mit einem sogenannten Liquid befüllt, das neben den neutralen Basislösungen Propylenglykol und Glyzerin lediglich Aromen und auf Wunsch Nikotin enthält. Mit etwas Grundwissen lässt sich für den E-Glimmstängel schnell die beste Flüssigkeit finden. Neben einer breiten Auswahl an Fertig-Liquids für jeden Geschmack mit oder ohne Nikotin besteht auch die Möglichkeit, das Liquid einfach selbst zu mischen und so zum Beispiel den Nikotingehalt langsam immer weiter zu senken.

Termin fürs Aufhören setzen und Erfolgsdruck aufbauen 

Bestimme einen Termin, wann du nicht mehr rauchen willst und fasse den klaren Entschluss, ab diesem Tag keine Zigarette mehr anzurühren. Eine allmähliche Entwöhnung ist fast nie von Erfolg gekrönt. Berücksichtige bei der Auswahl des Termins, dass du dann möglichst ausgeruht bist. Ausgerechnet dann mit dem Rauchen aufzuhören, wenn du beruflich oder privat besonders unter Stress stehst, ist nicht die beste Idee. Hast du den Tag X auserkoren, erzähle deinen Freunden und Bekannten von deinem Entschluss. Dadurch setzt du dich selbst unter einen gewissen Druck, dein Vorhaben auch durchzuziehen. Vielleicht findest du auch einen Freund oder Arbeitskollegen, der das Rauchen mit dir zusammen aufgeben will. In diesem Fall könnt ihr euch gegenseitig motivieren und unterstützen.
Lenke dich ab

Ablenkung ist alles, vor allem während des akuten Verlangens nach einer Zigarette, das bis zu fünf Minuten andauern kann. Fehlt dir das Gefühl, etwas in der Hand oder im Mund zu haben, dann benutze einen Handschmeichler oder kaue einen Kaugummi. Genüsslich etwas Obst zu essen oder die Lieblingsmusik zu hören sind weitere Möglichkeiten, die Minuten heftigen Verlangens zu überstehen. Sehr hilfreich ist auch Sport: Einfache Übungen wie Liegestützen, Sit-Ups und Kniebeugen, die sich jederzeit ohne große Vorbereitung ausführen lassen, lenken das Gehirn vom Verlangen nach Nikotin ab und trainieren darüber hinaus deinen Körper. Wenn du schon immer mal mit Ausdauersportarten wie Laufen und Schwimmen anfangen wolltest, dann ist jetzt ein idealer Zeitpunkt dafür. Sport wirkt stimmungsaufhellend und beruhigend, er dämpft das Rauchverlangen und jeder Tag ohne Zigarette wird deine Ausdauer verbessern.

Rituale identifizieren und vermeiden 

Die erste Tasse Kaffee am Morgen, das Warten an der Bushaltestelle, die Pausen während der Arbeit oder das Feierabendbier. Es gibt viele Momente und Situationen, die bisher fest mit dem Rauchen einer Zigarette verknüpft waren. Identifiziere diese Auslöser und vermeide solche Situationen weitestgehend bei der Rauchentwöhnung. Hast du die erste Zigarette des Tages bisher zum Beispiel zur morgendlichen Tasse Kaffee genossen, dann trinke nun eine Weile Schwarztee zum Wachwerden. Auf Alkohol solltest du in der Anfangszeit der Rauchentwöhnung am besten ganz verzichten, da er sehr Lust auf eine Zigarette macht.

Gönne dir etwas!

Als bisheriger Raucher kannst du ja ein Lied davon singen: Jedes Jahr steigen die Preise für Zigaretten an und das Rauchen ist wirklich ein teurer Spaß. Vergegenwärtige dir als angehender Nichtraucher, wie viel Geld du in Zukunft sparen und was du dir alles davon gönnen kannst. Hast du bisher eine Schachtel täglich gequalmt, kommt in einem Monat, erst recht nach einem Jahr, schon eine große Summe zusammen. Konzerttickets für die Lieblingsband, ein Abend mit deiner besseren Hälfte beim Italiener oder eine Urlaubsreise sind nur drei Vorschläge, wie du das bisher an die Tabakindustrie gegangene Geld sinnvoll einsetzen kannst.

Positiv denken

Erfolg beginnt im Kopf, das gilt natürlich auch für den Rauchstopp. Wenn sich das Verlangen nach einer Zigarette bemerkbar macht, lenke dir deine Gedanken bewusst auf etwas anderes. Denke zum Beispiel an die letzte Liebesnacht mit deinem Schatz, an einen glücklichen Urlaubsmoment oder dein Lieblingsessen. Positive Suggestionen und Visualisierungen können ebenfalls hilfreich sein. Male dir in Gedanken aus und spüre schon jetzt, wie du dich mit deinem fitteren, gesünderen und attraktiveren Ich ohne Zigaretten fühlen wirst.

Raucherplätze meiden

Meide anfangs Orte und Situationen, die zum Rauchen verführen wie etwa Kneipen oder Clubs. Achte zudem darauf, sich in der ersten Zeit der Entwöhnung vorzugsweise mit Nichtrauchern zu verabreden, um gar nicht in Versuchung geführt zu werden, wieder zum Glimmstängel zu greifen.

Unterstützung suchen

Gemeinsam ist vieles einfacher, auch mit dem Rauchen aufzuhören. Gehe mit Gleichgesinnten zu Gruppentreffen oder hole dir Tipps und Unterstützung bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Vorteile als Nichtraucher 

Mit dem festen Vorhaben das Rauchen aufzugeben und der Beachtung unserer Tipps hast du gute Chancen, endlich von den Zigaretten loszukommen. Benötigst du darüber hinaus noch eine Extradosis Motivation, so haben wir hier einige der wichtigsten Vorteile aufgeführt, die ein Rauchstopp mit sich bringen. 

Mit dem Rauchen aufzuhören …

… verringert das Risiko für zahlreiche Krankheiten wie Lungenkrebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Impotenz, Bluthochdruck u.v.m. Jeden Tag sterben in Deutschland über 300 Menschen an den Folgen des Rauchens.
… erhöht die Chance, die eigenen Zähne zu behalten. Denn Rauchen begünstigt Zahnausfall.
… verbessert die Fruchtbarkeit.
… reduziert Kreislaufprobleme.
… erhöht die Kondition und reduziert Atemprobleme. 
… führt zu einem hübscheren Teint. 
… verbessert Geschmacks- und Geruchssinn. 
… lässt Hände und Zähne besser aussehen, da unschöne Teerablagerungen der Vergangenheit angehören.
… reduziert durch das Rauchen verursachten Stress, indem der Drang der Sucht nachzugeben, Zigaretten besorgen zu müssen etc. entfällt. 
… garantiert, dass man besser duftet und damit auch für das andere Geschlecht attraktiver ist. 
… schont massiv das Portemonnaie. 
...steigert die Lebenserwartung um bis zu 16 Jahre.