Tierquälerei könnte 10 Jahre Haft einbringen: Möglicher Täter trat Katze ins Meer – Wer auf den griechischen Inseln Urlaub gemacht hat, kennt sie als allgegenwärtigen Anblick auf den Straßen, aber auch in Tavernas und Restaurants: Katzen. Die griechische Polizei hat nun einen Mann verhaftet, bei dem es sich um den mutmaßlichen Täter handeln soll, welcher auf Videoaufnahmen dabei zu sehen ist, wie er eine Katze erst lockte und dann ins Meer trat.

Die Szene soll sich beim Abendessen in einem Restaurant auf der Insel Evia abgespielt haben. Aufnahmen, die in den sozialen Medien zirkulieren, zeigen dabei drei Personen, die auf der Außenterrasse des Restaurants am Meer sitzen. Um ihre Beine streifen zwei Katzen. Eine der Personen in dem Video lockt eines der Tiere mit Fisch näher an die Terrassenkante über dem Wasser.

Dann befördert die Person im Video das Tier mit einem Tritt ins Meer.

Sollte es sich bei der von der griechischen Polizei festgenommenen Person um den Täter aus dem Video handeln, drohen ihm in dem Land bis zu zehn Jahre Gefängnis. Darüber hinaus könnte ihn eine Geldstrafe mit einer maximalen Höhe von bis zu 50.000 Euro erwarten, wie „LADbible“ unter Berufung auf „Metro“ schreibt. Der Clip erlangte in den sozialen Medien solche Bedeutung, dass sich auch der Polizeiminister Griechenlands, Takis Theodorikakos, in die Situation einschaltete.

Er verurteilte die Tat in einer Mitteilung: „Gewalt gegen Tiere ist nicht hinnehmbar. Ich gratuliere aufrichtig denen, welche die öffentliche Aufmerksamkeit auf diesen Vorfall gelenkt haben.“ Wie es im Bericht von „LADbible“ weiter heißt, hat Griechenland 2020 ein Gesetz erlassen, welches schwere Tierquälerei mit bis zu zehn Jahren Haft ahnden kann. Die Maßnahme wurde damals im griechischen Parlament einstimmig beschlossen. Minimal drohen Tätern Strafen von einem Jahr sowie schwere Geldbußen.

Unter das Gesetz fallen etwa das Vergiften, Erhängen, Ertränken oder Verstümmeln von Tieren.

Seinerzeit bezeichnete Landwirtschaftsminister Makis Voridis das Gesetz als „starke gesellschaftliche Botschaft“.

Quelle: ladbible.com