Ursache für Thrombose nach AstraZeneca-Impfung entdeckt – Die Meldung, dass es nach der Impfung mit dem Vakzin aus dem Hause AstraZeneca in seltenen Fällen zu Blutgerinnseln kommen kann, hat der Impfkampagne hierzulande einen heftigen Dämpfer verpasst. Nachdem die WHO und daraufhin auch die Regierung kürzlich wieder grünes Licht für den Impfstoff gegeben haben – der zukünftig mit der Warnung versehen wird, dass es in seltenen Fällen zu Hirnvenenthrombosen bei Frauen unter 55 Jahren kommen kann – ist nun wohl auch geklärt worden, wie es überhaupt dazu kommen konnte.

Wie die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) bekanntgab, hat ein dortiger Wissenschaftler offenbar einen bestimmten Mechanismus als Ursache ausmachen können. Andreas Greinacher, seines Zeichens Leiter der UMG-Abteilung Transfusionsmedizin, glaubt, dass in seltenen Einzelfällen die Blutplättchen über die Immunantwort des Körpers aktiviert werden könnten, was in der Folge schwerwiegende Hirnvenenthrombosen mit Blutplättchenmangel nach sich ziehen kann.

Zuvor hatten Forscher aus Norwegen in eine ähnliche Richtung gedacht. So hatte Pal Andre Holme vom Universitätsklinikum Oslo bereits vermutet, dass eine starke Immunantwort und die dabei entstehenden Antikörper, welche an die Blutplättchen andocken und diese aktivieren, die Ursache für die Bildung der Gerinnsel ist. Allerdings wird seitens der Experten betont, dass derartige Ideen bislang rein spekulativ sind.

Dem NDR zufolge sei in Form eines Wirkstoffes, der gegen die Thrombose helfe, aber bereits eine gezielte Behandlungsmöglichkeit entwickelt worden. Allerdings schlägt dieser erst nach der Bildung eines Blutgerinnsels an, kann also nicht präventiv verabreicht werden.

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Quelle: rtl.de