Es dürfte sich zu den meisten durchgesprochen haben, dass unsere Weltmeere ein gewaltiges Plastik-Problem haben. Verschiedene kluge Köpfe weltweit haben sich Gedanken gemacht, wie man die ungeheuren Mengen Kunststoff aus den Ozeanen herausbekommt. Eine dieser Gruppen ist die Nichtregierungsorganisation (NGO) „The Ocean Cleanup“. Sie hat gewaltige, ringförmige Geräte ersonnen, um die Meere zu reinigen. Eines davon kommt bald zum ersten Mal zum Einsatz.

Allein der Kunststoffmüll im Pazifik, der sogenannte „Great Pacific Garbage Patch“ umfasst ungefähr 1,8 Billionen Plastikteile. Das Ganze bildet zusammengenommen ein schwimmendes Eiland mit 1,6 Millionen Quadratkilometern – eine Fläche dreimal so groß wie Frankreich. Es ist nachgewiesen, dass bereits mehrere andere Müllinseln durch Strömungen erzeugt wurden. Im Video unter dem Absatz seht ihr die Folgen:

Noch schlimmer: Sonnenlicht sowie Wind- und Wassererosion setzen dem Kunststoff zu, zerreiben und zerkleinern ihn unaufhörlich – die Folge: Mikroplastik, das über die Nahrungskette wiederum in Tieren und Menschen landet und bereits bei vielen im Blutkreislauf nachweisbar sein soll. Gut, dass NGOs wie „The Ocean Cleanup“ zumindest etwas unternehmen, um der Lage Herr zu werden.

Deren gewaltige halbmondförmige Apparatur besteht aus flexiblen Kunststoffrohr-Segmenten, an denen bis zu einer gewissen Tiefe spezielle Planen befestigt sind. Diese machen sich die Sink- und Schwimmeigenschaften verschiedener kommerzieller Kunststoffe zunutze und bleiben in den selbsttätig arbeitenden Ringanlagen hängen – so kann der Müll später dem Meer entnommen und recycelt werden.

Das Ganze basiert auf den Strömungsrichtungen des Ozeans und einem kreuzförmigen, speziellen Schwimmanker, der in ca. 600 Metern Tiefe treibt. So wandert das Plastik auf den Halbmond zu, verfängt sich und wird zur Mitte bugsiert, wo Schiffe nur noch anlegen müssen, um den Dreck zu ernten. Auf diese Weise verspricht „The Ocean Cleanup“ die Hälfte des „Great Pacific Garbage Patch“ bereits in den nächsten fünf Jahren abgebaut zu haben.

Gefahren für Tiere wie etwa Fische sollen laut Angaben der NGO dabei nicht bestehen. Nun ist es auch an uns Verbrauchern, umzudenken und selbstständig etwas gegen die Vermüllung unserer Weltmeere zu unternehmen. Durch den Verzicht auf Wegwerf-Kunststoffe, zum Beispiel Ohrenstäbchen oder Plastiktüten im Supermarkt, können wir bereits etwas bewegen.

Quelle: theoceancleanup.com